German Masters Finale 2019: Wilson gegen Gilbert

Kyren Wilson, German Masters Finale 2019
Kyren Wilson auf dem Weg ins German Masters Finale 2019. © Lula Witzescher

Weder Duane Jones noch Stephen Maguire haben heute ein Bein an Grund bekommen. Mit deutlichen 6–1-Siegen zogen deshalb Kyren Wilson und David Gilbert in das morgige German Masters Finale ein. Die Sessions des Best-of-17-Matches werden um 14 Uhr und um 20 Uhr gespielt.

Wieder kein Finale für Maguire

Viel mehr ist zu den Spielen eigentlich nicht zu sagen. Maguire fand nicht ins Spiel, dann hatte er ein bisschen Pech und stellte sich anschließend mit seiner unzureichenden Impulskontrolle selber ein Bein. Kyren Wilson dagegen gelang alles, was er anfasste und brachte deshalb ein zu keiner Zeit gefährdetes, solides 6–1 nach Hause. Damit steht er im dritten Finale dieser Saison; eins davon – das Paul Hunter Classic in Fürth – hat er gewonnen. Damit könnte er morgen die heiß begehrte German-Double-Crown holen. Für Maguire ist es das dritte Mal in dieser Saison, dass er den Einzug ins Finale verpasst.

Wilson machte anschließend einen ziemlich entspannten Eindruck, mit realistischer Selbsteinschätzung. Seine Bemerkung, dass man ihn heute Nacht in keiner Bar antreffen wird, machte nochmal deutlich, wie ernst er seinen Job hier nimmt. Im Gegensatz zu manch anderen …

Duane Jones träumte nur kurz vom German Masters Finale

Nach der großen Freude gestern, in dieses Halbfinale eingezogen zu sein, wünschte sich Duane Jones nur, hier gut zu spielen und es zu genießen. Das erste gelang ihm nur ansatzweise und damit auch das zweite nicht wirklich.

Dabei fing alles so vielversprechend an: Duane gewann den ersten Frame. Doch danach gelang ihm nicht mehr so viel und David Gilbert gewann die nächsten sechs Frames, unter anderem mit Breaks von 66, 105 und 52.

Doch einen Blick in den letzten Frame sollten wir nochmal werfen. Was für ein Ball spielt er da in der allerletzten Hoffnung, den Frame noch zu holen! Großartig. Wir hoffen, ihn bald wieder in einer Endrunde zu sehen.

Wenn David Gilbert seine Form der letzten Tage halten kann und ein bisschen abschalten und schlafen kann, wie er sich in der anschließenden Pressekonferenz wünschte, dann könnte es morgen wirklich ein spannendes German Masters Finale werden. Für Gilbert wäre es der erste Weltranglistentitel seiner Karriere. Hoffentlich hat er nach dem verlorenen Finale der World Open kein Jimmy-White-Syndrom davongetragen.

Es heißt ja, dass das Finale langweilig wird, wenn die Halbfinalspiele spannend waren. Die Gefahr besteht also nicht, oder?

David Gilbert nach dem Spiel.

David Gilbert nach dem Spiel.

Sauerstoffzelt benötigt!

Ein ausverkauftes Tempodrom ist eine beeindruckende und tolle Kulisse – ohne Frage. Allerdings war es heute teilweise unerträglich warm und auch die Luft war gegen Ende zum Schneiden. Warum allerdings die Ohnmachtsanfälle, derer wir heute zwei erleben durften, schon zu Beginn der Spiele passierten, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Beide Personen kamen aber schnell wieder auf die Beine.

Eine gute Idee wurde heute geboren. Vielleicht sollten wir die für die kommenden Jahre ausbauen. Eine Frau stiefelte mit laut klackernden Absätzen durch das Tempodrom. Als das gesamte Publikum daraufhin anfing zu raunen, setzte sie ihren Weg auf Zehenspitzen fort. Das könnten wir doch öfter machen, oder?

AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher (genderqueer), im Netz auch bekannt als Dark Mavis *Lady*. Tanzt und performt im Nebenberuf, spielt Poi, schreibt sporadisch Geschichten (hat im letzten Jahr den Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, sucht dafür jetzt einen Verlag). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich häufig am Magic Mountain Berlin anzutreffen. Hasst Ronnie O'Sullivan nicht, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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