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Amateure gewinnen gegen Profis: Total unfair!

I am going to sound like a grumpy old man, but that young man shouldn't be in the tournament.

Ja, eigentlich laufen die UK Championship. Aber abseits des Tisches ist auch ganz schön was los. Shaun Murphy machte sich mit Kommentaren nach seinem Erstrunden-Aus gegen Amateur Si Jiahui nicht gerade beliebt und startete eine Kette von Reaktionen. Wir haben es uns jetzt mal so einfach gemacht, wie manche bezahlten Journos da draußen auch und präsentieren euch die Geschichte anhand von Tweets … Weiterlesen

Judd Trump ist Champion of Champions

Champion of Champions Sieger Judd Trump
Judd Trump auf dem Weg zu seinem ersten Triumph beim Champion of Champions. © Champion of Champions

Zum ersten Mal konnte Judd Trump sich den Titel „Champion of Champions“ und damit verbundene 150.000 Pfund Preisgeld sichern. Im Finale besiegte er John Higgins mit starker Leistung deutlich mit 10–4.

Als fleißigster Titelsammler seit der letzten Ausgabe des Champion of Champions ist er auch der einzig logische Sieger aller Sieger. Damit beendet Judd Trump eine für seine Verhältnisse lange Titel-Durststrecke von acht Monaten. Bei seiner Dominanz in den letzten Jahren ist dies wohl auch nur der erste von vielen Titeln dieser Saison.

Ein zweigeteilter Nachmittag

Die erste Session des Finals war etwas für Freund*innen der „Päckchentheorie“: Ein gewonnener Frame kommt selten alleine, die kleinen Biester bilden gerne Rudel. Nach seinem späten Halbfinalsieg war John Higgins wahrscheinlich noch warm gespielt, während Judd Trump über 24 Stunden mehr Pause hatte. Folgerichtig erwischte Higgins den besseren Start und gewann den ersten Frame dank eines 73er Breaks. In den beiden folgenden Fällen konnte er die Fehler seines Gegners nutzen und ging so schnell 3–0 in Führung. Vor der Pause konnte sich Judd Trump dann immerhin noch einen Frame holen.

Nach der Pause startete dann aber Judd Trump besser. Er spielte nicht perfekt, aber solide und bei John Higgins schlichen sich immer mehr leichte Fehler ins Spiel. Trump gewann so fünf Frames in Folge. Als es schon nicht mehr danach aussah, gab es nochmal ein Aufbäumen von John Higgins. Mit einer 70 verkürzte er zum Ende der Session. Trump 5–4 Higgins, das versprach ein spannender Abend zu werden.

Für alle Zuschauer*innen vor Ort, die vom Spielgeschehen nicht vor Spannung an ihre Sitzplätze gefesselt waren, hatte sich Matchroom noch was ausgedacht. Die in Amerika so populäre Kuss-Kamera blieb uns gottseidank erspart, dafür wurde in Bolton während der Pause auf Kamerawink getanzt. Wer’s mag. Snooker und Tanzen sind ja auch zwei enge Verwandte. Wer würde das bezweifeln wollen?

Judd Trump macht „Champion of Champions“-Titel perfekt

Am Abend verpasste Judd Trump den Start nicht. Mit einem Break von 74 Punkten, dem höchsten des gesamten Finals, konnte er den ersten Frame für sich entscheiden. Nach zwei schnellen Framegewinnen von Trump, kam Higgins im dritten Frame des Abends dann auch mal in ein Break. Nach 47 Punkten war jedoch Schluss. Judd Trump dominierte dann das folgende Safetyspiel, entwickelte das Bild auf dem Tisch und konnte auch diesen Frame für sich entscheiden.

Näher sollte John Higgins einem Framegewinn auch nicht mehr kommen. Trump holte sich den letzten Frame vor der Pause zu Null. Der 14. Frame war zu Beginn noch offen, dann bekam Judd Trump die alles entscheidende Chance und machte den Sieg mit einem 59er Break perfekt.

Im Interview zeigt er sich erfreut über seinen ersten Titelgewinn der Saison. Mit einem Augenzwinkern reagierte er auch auf seine Kritiker, die meinten er würde keine großen Titel gewinnen: Er fragt sich, ob dieser hier als großer zählt. Hört selbst in das etwas ausführlichere Interview rein, das er mit seiner neuen Trophäe nach der Siegerehrung gegeben hat:

Für John Higgins ist es nun schon das dritte verlorene Finale im dritten Turnier in Folge. Aber es zeigt dennoch in welch guter Verfassung er derzeit ist. Er weiß, wie man gewinnt. Wir sind sicher, dass wir ihn nächstes Jahr beim Champion of Champions wieder sehen werden – natürlich als Champion und nicht als Nachrücker.

Der Weg ins Finale

Der Weg ins Finale hätte für beide Spieler kaum unterschiedlicher sein können. Judd Trump spielte sein Halbfinale schon am Freitag. Er brauchte nur zweieinhalb Stunden, um Kyren Wilson mit 6–0 vom Tisch zu fegen. Es war also nicht ganz das spannende Duell zweier Rivalen, das wir uns im Vorfeld erhofft hatten. Was aber auch daran lag, dass Kyren Wilson an dem Abend einfach gar nichts gelingen wollte.

Vor Wilson hatte Trump schon Ryan Day einen Whitewash verpasst und damit beeindruckende 16 Frames in Folge gewonnen. Und das, wie er selbst zugab, ohne in bester Form zu sein. Am Freitag konnte er so gutgelaunt früh ins Bett gehen, Samstag ausschlafen, entspannen, trainieren; was auch immer.

John Higgins hingegen war am Samstag Abend noch in ein richtiges Kampf-Match mit Yan Bingtao verwickelt. Für die ersten drei Frames brauchten sie schon über zwei Stunden. Selbstverständlich ging das Match in den Decider und war erst nach 1 Uhr nachts unserer Zeit entschieden. Einige Frames waren hart umkämpft, den Decider konnte Higgins dann aber sehr souverän gewinnen. Typisch für ihn, natürlich vor allem auch dank eines starken Doubles.

Snooker geht in den Schlussspurt zum Jahresende

Morgen müssen wir einen Tag Pause über uns ergehen lassen, aber am Dienstag startet mit der UK Championship das zweitgrößte Ranglistenturnier der Saison. Direkt im Anschluss folgen die Scottish Open und der World Grand Prix, sodass wir Snookerfans das kaltnasse Wetter draußen ignorieren und es uns vorm Fernseher gemütlich machen können.

Die UK Championship läuft wie gewohnt bei Eurosport sowie im Eurosport Player. Spielpaarungen und Ergebnisse findet ihr wie immer auf unserer Turnierseite.

Neil Robertson ist English Open Champion 2021

English Open Champion 2021: Neil Robertson
Neil Robertson ist English Open Champion 2021 © World Snooker/Tai Chengzhe

In einem wendungsreichen Finale holte sich Neil Robertson gegen John Higgins mit 9–8 den Titel des English Open Champion 2021. Für ihn ist es der 21. Ranglistentitel. Neben dem Steve-Davis-Pokal nimmt Robertson £70.000 Preisgeld mit, für seinen Finalgegner Higgins sind es £30.000. Die £5.000 für das höchste Break des Turniers gehen an Barry Hawkins für die 146 aus seinem Erstrundenmatch. Dieser Bericht ist eine Koproduktion von Målin und Lula.
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English Open geht in die zweite Runde

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Da waren's nur noch drei: Higgins, Selby und Trump noch dabei, Hendry raus. © World Snooker/Tai Chengzhe

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Quali um Quali: Für wen geht’s nach Deutschland?

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