Century-Festival bei der Championship League

Nach den ersten beiden Tagen steht die erste Finalgruppe der Championship League fest: Am Freitag spielen Judd Trump, Zhao Xintong, Zhou Yuelong und Mark Selby aus, wer von ihnen den ersten Finalplatz ergattert.

Gruppe A – Trump, Hawkins, Day und Milkins

Mit einem Sieg für Judd Trump und zwei Siegen für Barry Hawkins in der ersten Session lief die Gruppe frühzeitig auf einen Showdown zwischen diesen beiden hinaus. Dabei spielte Barry Hawkins am Nachmittag herausragend. Beide Spiele gewann er ohne Frameverlust, das 3–0 gegen Robert Milkins schloss er sogar mit 2 Century–Breaks und 100% Locherfolg ab.

Judd Trump hingegen spielte in seinen ersten beiden Matches zwar nicht überragend, aber gut. Letztlich konnte er sich auf seine Form verlassen, als er sie dringend brauchte: Im Duell gegen Barry Hawkins zeigte er ihm, wie man sich fühlt, wenn einem der Gegner aus jeder Chance ein Century um die Ohren haut. Judd Trump gewann 3–0. Damit sicherte er sich den Gruppensieg in einer hochqualitativen Gruppe, in der insgesamt 6 Century–Breaks gespielt wurden:

  • 143, 133, 116 Barry Hawkins
  • 124, 110 Judd Trump
  • 100 Ryan Day

Gruppe C – Bingham, Zhao X., Luo, Ursenbacher

Durch zwei Unentschieden in den ersten drei Matches gab es keine frühe Vorentscheidung in Gruppe C. Allerdings hatte sich Luo Honghao mit einem Sieg schon gut positioniert. Daher hätte er im vierten Match die Chance gehabt, mit einem Sieg die Gruppe vorzeitig zu gewinnen.

Tatsächlich gab es im Match zwischen Zhao Xintong und Luo Honghao einen Wendepunkt. Beim Stand von 1–2 aus der Sicht von Luo Honghao lochte er die letzte Rote und legte Schwarz anschließend an die Bande. Damit hatte er 36 Punkte Vorsprung, bei 27 verbleibenden Punkten. Das Unentschieden schien ihm sicher. Doch Zhao kämpfte weiter, bekam die Foulpunkte und konnte dann den Tisch abräumen.

Bis dahin hatte Zhao nicht übermäßig überzeugend gespielt. Allerdings brachte ihn dieser hart erkämpfte Sieg nicht nur in eine gute Ausgangsposition, sondern gab ihm allem Anschein nach auch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Direkt im Anschluss konnte er sich souverän 3–0 gegen Stuart Bingham durchsetzen und machte den Gruppensieg perfekt.

Eine Zusammenfassung des ersten Tages gibt es auch auf dem YouTube-Kanal von Matchroom Multi Sport: Day One Recap

Gruppe B – Murphy, Zhou, Selt, Dale

Als wären 8 Centurys von beiden Tischen am Vortag nicht bereits sehr gut gewesen, sollte es am zweiten Tag der zweiten Phase noch einen gehörigen Aufschlag geben. Allen voran ging dabei Zhou Yuelong, der sich wie prognostiziert in guter Form zeigte. Herausragend war dabei sein zweites Spiel gegen Dominic Dale, in dem er drei aufeinanderfolgende Centurys spielte (134, 122, 134) und Dominic Dale keinen einzigen Punkt erzielte. Auch gegen Matthew Selt und Shaun Murphy gelang ihm je ein Century. Das Century gegen Murphy sicherte ihm dann auch den Gruppensieg, da er im abschließenden Match nur noch einen Frame gewinnen musste.

Gruppe D – Selby, Dott, O’Neill, McLeod

Neben Zhous unfassbaren 5 Centurys gingen Mark Selbys 4 Centurys am zweiten Tisch ein bisschen unter. Er gewann seine beiden ersten Matches mit 3–0. Doch auch Graeme Dott präsentierte sich gut und konnte mit einem 3–0 gegen Jamie O’Neill starten. Dabei spielte er mit einer 139 das höchste Century des Tages. Gegen Rory McLeod holte er nur ein Unentschieden, sodass er den Vorteil an Selby abgab, auch mit einem Unentschieden im direkten Duell die Gruppe gewinnen zu können. Nachdem Dott in jenem den ersten Frame holte, wurde es nochmal ein bisschen spannend. Doch die nächsten beiden Frames gingen an Selby und damit auch der Gruppensieg.

12 Centurys wurden am zweiten Tag gespielt, 7 davon in Gruppe B, 5 davon nur von Zhou Yuelong.

  • 139 Graeme Dott
  • 134, 134, 122, 119, 114 Zhou Yuelong
  • 128, 118, 118, 109 Mark Selby
  • 108 Matthew Selt
  • 102 Shaun Murphy

Eine Zusammenfassung des zweiten Tages gibt es auch auf dem YouTube-Kanal von Matchroom Multi Sport: Day Two Recap

 

AutorIn: Målin

Målin mag Zahlen und Tabellen. Wenn sie gerade kein Snooker guckt, wirft sie wahrscheinlich einen Blick auf die Provisional Rankings. Ist durch Langeweile zum Snooker gekommen und weil sie schon in jungem Alter einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer hatte. Neben Artikeln kümmert sich Målin bei SnookerPRO um die Spieler*innenprofile. Twitter: @esel_freund

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