Paul Hunter Classic wieder mit eigenem Frauenturnier

Plakat de Paul Hunter Women's Classic mit Schuler, Ng und Evans
Diana Schuler, Ng On Yee und Reanne Evans auf dem Plakat. (v.l.) © WLBS

Wie schon im letzten Jahr finden in Franken auch 2017 zwei Turniere parallel statt: das gemischte Paul-Hunter-Classic, das wegen der hohen Zahl an Anmeldungen mit den Amateurrunden schon am Dienstag statt am Mittwoch in Fürth startet, und das Paul Hunter Women’s Classic, das am Donnerstag in Nürnberg beginnt. Erstmals werden in diesem Jahr die Halb- und die Finalspiele in der Stadthalle ausgetragen, während die Vorrunden inklusive Round Robin im nahegelegenen Ballroom in Nürnberg gespielt werden.

Zweite Auflage des Paul Hunter Women’s Classic

Die World Women’s Snooker Tour 2017/18 kehrt mit der zweiten Ausgabe der Paul Hunter Women’s Classic nach Deutschland zurück. Das Turnier wird von World Ladies Billiards and Snooker (WLBS) in Zusammenarbeit mit der World Professional Billiards and Snooker Association (WPBSA) organisiert. Die besten Spielerinnen der Welt kämpfen hier um die erste Trophäe der Saison.

Ng On Yee aus Hongkong gewann im letzten Jahr im Top-Duell gegen die 11-fache Weltmeisterin Reanne Evans mit 4-1 den Titel. Als wegweisende Neuerung wurde das Finale erstmalig in der Stadthalle Fürth parallel zu den Finalrunden der World Snooker Paul Hunter Classic ausgetragen, wo Mark Selby sich den Titel sicherte.

Beide Finalteilnehmerinnen finden sich auch 2017 im Teilnehmerinnenfeld. Während sich die anderen Spielerinnen noch durch eine Gruppenphase kämpfen müssen, sind die beiden als Top-Seeds für das Achtelfinale gesetzt. In der Gruppenphase verteilen sich die 25 Spielerinnen auf sieben Gruppen, aus denen jeweils die ersten beiden ins Achtelfinale kommen. Die Gruppenauslosung gibt es hier zum herunterladen.

Rebecca Kenna, Einigen hier noch als Rebecca Granger bekannt, ist in Gruppe B, während Diana Schuler die Gruppe E anführt.

Entwicklungen unter dem Dach der WPBSA

Seit die WLBS 2015 ein Ableger der WPBSA wurde, ist der Bereich Frauensnooker erheblich gewachsen. Dieses Turnier markiert den Höhepunkt zwölf erfolgreicher Monate für den Frauenverband, mit Turnieren, die zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt außerhalb des UK ausgetragen wurden.

Im März fanden die World Women’s Snooker Championship das erste Mal seit 1995 wieder in Asien statt. Ng On Yee holte sich im Lagoon Billiard Room in Singapur gegen Vidya Pillai aus Indien ihren zweiten WM-Titel.

Im April spielten sowohl On Yee wie auch Reanne Evans in der WM-Qualifikation der Profis. Evans gelang mit ihrem 10-8 gegen Top-Profi Robin Hull ein historischer Sieg: Sie ist die erste Frau, die in diesem prestigeträchtigen Turnier ein Spiel gewinnen konnte.

WPBSA Chairman Jason Ferguson sagte: „Wir sind sehr glücklich, nach dem Erfolg vom letzten Jahr Frauensnooker wieder nach Deutschland zu bringen zu können. Snooker ist ein Sport für alle und es ist elementar, rund um die Welt Spielmöglichkeiten bieten zu können – besonders in einem Land wie Deutschland, das seit mehr als einem Jahrzehnt Begeisterung für Snooker zeigt.

Es war ein wichtiges Jahr für WLBS. Doch dies war nur der Anfang und wir werden in dieser Saison weitere Fortschritte zu machen: angefangen genau hier mit dem Paul Hunter Women’s Classic!”

Weitere Informationen zum Paul Hunter Women’s Classic und WLBS finden sich auf der Webseite www.wlbsl.com und den Social-Media-Kanälen.

Freier Eintritt bei den Frauen im Ballroom

Bis einschließlich Viertelfinale im Ballroom Nürnberg ist der Eintritt zum Paul Hunter Women’s Classic frei. Zuschauer*innen sind herzlich eingeladen, in großer Zahl zu kommen und die Spielerinnen anzufeuern.

Wir wünschen allen viel Erfolg! Auch wenn „Team SnookerPRO“ erst am Freitag anreisen kann, hoffen wir, noch ein paar Bilder machen zu können und Originalstimmen einzufangen.

 


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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