Schlagwort-Archiv: Well (s)potted: Lulas WM

Well (s)potted: Lulas WM-Gedanken (9)

RoS
So ein Gesicht machten wahrscheinlich auch die Zuschauer ob des Auftritts von Herrn O'Sullivan (hier bei den Champion of Champions 2013) Foto © Monique Limbos © Monique Limbos

Wird die WM abgebrochen?

Ich persönlich hatte heute einen relativ ruhigen Tag. Das einzige Spiel, wo ich wirklich emotional involviert bin, hatte heute die erste Session und dementsprechend ist noch alles offen. Ich weiß schon, warum ich Fan von den soliden – böse Zungen sagen: langweiligen – Spielern bin. Alan McManus zeigte ein glänzendes Snooker, wie gewohnt mit viel Geduld und Spucke, garniert mit einem Century und einigen gewinnbringenden Snookern. Ken Doherty gewann zwar den ziemlich zerhackten Auftaktframe, kam aber wie im letzten Spiel trotzdem schwer in die Gänge. Die nächsten vier Frames sackte McMan mit Breaks von 69, 107 und 71 ein. Die letzten beiden Frames der Session kratzte sich Doherty zusammen, bevor die Partie vorzeitig in den Ruhestand versetzt wurde, um für die Abendsessions Platz zu machen. Deshalb steht es hier erst 4:3. Weiterlesen

Well (s)potted: Lulas WM-Gedanken (8)

Wasley, Michael
Kein Grund, die Augen zu verschließen: die Leistung von Michael Wasley. © Monique Limbos

Heute bin ich froh, dass ich eine feste Überschrift für meine Artikel habe. Was hätte ich wohl sonst gewählt? Debütant Michael Wasley schickt Ding Junhui heim? Mark Selby rettet sich nur knapp vor Erstrundenpleite gegen Michael White? Jan Verhaas verursacht Überschwemmung im Crucible Theater? Oder doch: Alan McManus beweist mit seinem Beinkleid Humor? Weiterlesen

Well (s)potted: Lulas WM-Gedanken (7)

Shaun Murphy
Bis zur letzten Minute konnte er sich nicht sicher sein, der Weltmeisters von 2005. Foto © Monique Limbos © Monique Limbos

WM 2014 – Telegramm vom 2. Tag

Ken Doherty küsst – Jamie Burnett führt – Ali Carter schwebt – Steve Davis tut – Ding stolpert – Maguire und Day starten – Murphy trägt

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Well (s)potted: Lulas WM-Gedanken (6)

O'Sullivan
Herr O'Sullivan beäugt skeptisch die Aktionen seines Gegners. Foto © Monique Limbos

Das erste Spiel ist in trockenen Tüchern. Der Favorit gewinnt erwartungsgemäß gegen den Underdog Robin Hull. Für mich fühlte sich der Stand von 7:2 am Ende der ersten Session schon zu deutlich an, ebenso wie der Endstand von 10:4. Hull hat in seiner ruhigen, fast schon verlangsamt wirkenden Art, sehr schöne, solide Breaks gespielt und dabei sein erstes Crucible-Century (102) gemacht. In einigen Frames sah er schon fast wie der Sieger aus, konnte den Lohn für seine gute Arbeit aber nicht immer mitnehmen. Und dafür gab es zwei Gründe, die nicht „O’Sullivan“ hießen: seine fehlende Kaltschnäuzigkeit, einen Frame sicher zu machen und sein schlechter Schnitt bei den langen Bällen (38%). Das kostete ihn sowohl den 5. wie auch den 10. Frame. Weiterlesen

Well (s)potted: Lulas WM-Gedanken (5)

HighBreak 8
Mit perfekter Technik am Hilfsqueue erziele ich ein Break von 8.

Die Vorfreude erreicht nun langsam ein schmerzhaftes Ausmaß. Um mich ein wenig abzulenken, bin ich gestern selber Snooker spielen gegangen. Wenn die Tatsache auch nicht zu übersehen ist, dass ich im Gucken wesentlich besser bin als im Spielen, habe ich doch einen Sieg davongetragen: Als Einzige (von dreien) habe ich ein Highest Break von 8 geschafft und mir blieb der Spitzname „One-Hit-Wonder“ erspart. Weiterlesen

Well (s)potted: Lulas WM-Gedanken (4)

Tippschein
Ist das etwa ein Tippschein? Nein, ich notiere natürlich nur die Ergebnisse darauf.

Als ich im Jahre 1996 unsere Tipprunde zur Männerfußball-EM haushoch gewann, weil ich als Einzige auf Tschechien gesetzt hatte (mein Finaltipp: D-Tsch 1:2), verschaffte mir das auf Jahre hinaus erhebliche Vorschusslorbeeren in unserer Runde. Leider gelang mir nie wieder so ein Wurf. Entweder dachte ich zu lange nach oder ich hatte zu viel Expertinnenwissen, vielleicht wünschte ich auch immer zu sehr. Mir fehlte die gewisse Unbefangenheit und so waren meine Tipps schlichtweg jedes Mal eine Katastrophe. Weiterlesen

Well (s)potted: Lulas WM-Gedanken (3)

Joel Walker, Welsh Open 2014
Joel Walker © Monique Limbos

Gestern kam mir mal wieder dieser Gedanke: Ich bringe den Spielern Unglück. Sobald ich beginne, mich für jemanden näher zu interessieren, endet sein guter Lauf. Wenn ich das Spiel meines Favoriten live verfolge, sinkt seine Chance auf Gewinn. Sogar den Live-Scores zuzuschauen, bringt den Spieler auf Erfolgloskurs.

So ähnlich verhält es sich beim Fußball mit meinem Glauben, dass ich Schaumzuckermäusen den Kopf abbeißen und sie auf dem Weg zum Stadion vor ein fahrendes Auto werfen muss, damit meine Mannschaft gewinnt. Bei Auswärtsspielen darf ich weder die Fahne raushängen, noch mit meiner Freundin zusammen die Konferenz im Radio anhören. Am Besten verfolge ich gar nichts, sondern schaue mir nach dem Spiel nur das Ergebnis an. Weiterlesen