Im ersten chinesischen Duell gewann Xiao Guodong gegen Zhou Yuelong und Mark Williams hielt den Neuling Antoni Kowalski erfolgreich in Schach.
In ihrer Vorschau nannte Målin die Partie Xiao gegen Zhou „Das übersehene Duell“. Und glatt habe ich in meinem Well (s)pottted in der Aufzählung der Zwischenstände genau das Match vergessen. Ich weiß nicht einmal warum. Denn ich habe mich auf das Spiel gefreut und es auch gerne geschaut. Zumindestens die erste Session.
Das kürzere Ende für den Qualifikanten
Dort ging es munter hin und her, vielleicht nicht auf dem allerhöchsten Niveau, aber doch sehr ansehnlich. Eine schöne Mischung aus Spielfluss, Gedödel, Spannung und Geniestreichen. Xiao tat sich am Anfang etwas schwerer und Zhou ging in Führung, aber im Sinne der Päckchentheorie gewann Xiao die nächsten Frames. Am Ende stand es einigermaßen knapp und gerecht 5–4 für Xiao. Von dem sahen wir ein Century, dazu eine wiederaufgesetzte Schwarze im fünften Frame, die Zhou sich ohne viel Federlesens holte.
Am Abend kam dann Zhou nicht gut ins Rollen. Am Anfang nicht und später auch nicht. Er gewann zwar noch zwei Frames, einen davon auf Schwarz, nachdem Xiao schon enteilt war. Aber danach war nichts mehr für den Qualifikanten zu holen. Xiao Guodong machte noch zwei Century-Breaks und ließ Zhou Yuelong auch im letzten Frame kaum eine Chance.
Für mich war es wieder ein kleiner Ausflug auf der Straße der Erinnerungen. Ich konnte mich genau erinnern, warum ich Xiao Guodong bei meinem ersten German Masters Besuch beobachtet hatte und warum es mir gefiel. Nein, nicht wegen der Schuhe.
Kowalski tapfer, aber erfolglos gegen Williams
Zugegeben, ich habe nicht viel von dem Match gesehen. Antoni haute gleich zu Beginn eine rahmengewinnende 82 raus und kann nun stolz verkünden, er habe im Crucible gegen Altmeister Mark Williams geführt. Zur Pause waren sie beide gleichauf und das ist schon etwas, worauf der junge Pole wirklich stolz sein kann.
Doch schon am Ende der ersten Session führte Willo deutlich und Antoni konnte in der zweiten nur noch einen Frame gewinnen. Auch hier war es also nix mit dem Sieg eines Qualifikanten. Trotzdem: Starke Leistung, Antek!
Und die anderen?
Wenn ich da gerade an den Tisch Kyren Wilson gegen Stan Moody gucke, dann müssen wir vielleicht nicht mehr lange auf die Überraschung warten. Am anderen Tisch wehrte sich David Gilbert heute Morgen noch ein bisschen, aber Ding Junhui hat tatsächlich mit 10–5 gewonnen.
Kyren Wilson 3–6 Stan Moody, zweite Session 20 Uhr
John Higgins 4–5 Ali Carter, zweite Session Montag 15:30 Uhr
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