Qualifikation WM 2018: Tag der Entscheidung

Jamie Jones, WM Quali 2018
Jamie Jones - der "Vorsprung(v)erspieler" der WM-Qualifikation. © World Snooker/Tai Chengzhe

Stuart Carrington, Joe Perry, Graeme Dott, Thepchaiya Un-Nooh, Matthew Stevens, Ricky Walden, Robert Milkins, Chris Wakelin, Lü Haotian, Jamie Jones, Xiao Guodong, Jack Lisowski; Jimmy Robertson, Ryan Day, Liam Highfield and Stephen Maguire haben ihren Platz für die WM 2018 im Crucible Theatre am heutigen Judgement Day gebucht.

Heute Abend ging es um die letzten acht Plätze. Die Ergebnisse im Überblick (Zwischenstände nach der gestrigen Session in Klammern):
Ryan Day 10–6 Peter Ebdon (6–3)
Daniel Wells 4–10 Liam Highfield (4–5)
Adam Duffy 1–10 Xiao Guodong (1–8)
Rory McLeod 2–10 Lü Haotian (2–7)
Liang Wenbo 0–10 Jamie Jones (0–9)
Jack Lisowski 10–3 Alan McManus (7–2)
Jimmy Robertson 10–7 Michael White (4–5)
Hossein Vafaei 7–10 Stephen Maguire (3–6)

Einige Spiele scheinen schon entschieden. Natürlich hoffe ich, dass Angles gegen Lisowski nochmal Fuß fässt (hat er nicht). Wir können auf alle Fälle gespannt sein, ob Maximum-Mann Liang hier tatsächlich ein Whitewash kassiert (hat er). In Runde zwei musste Jamie Jones schon ein gefährliches Comeback von Yu abwenden. Ebdon wird sich gegen Day wohl nicht so schnell geschlagen geben (hat er nicht, trotzdem …). Bekanntlicherweise weiß er ja sowieso nie, wann er verloren hat. Und bei Robertson–White würde ich auch keinen Tipp abgeben wollen (knappes Ding, wie geahnt). Die Konferenzschaltung mit englischem Kommentar des Abends gibt es hier zum Nachgucken.

Viel Kampf in der ersten Hälfte

Schön zu sehen, dass Matthew Stevens mit deutlichem Sieg (10–2) über Ken Doherty wieder an „seinen“ Turnierort zurückkehrt, was nach seinem Decider-Sieg in Runde zwei gegen Yuan Sijun nicht unbedingt zu erwarten war. Die besten Ergebnisse seiner Karriere hat Stevens im Crucible Theatre erzielt, doch zum ganz großen Wurf des Titels hat es nie gereicht.

Auch Chris Wakelin (10–1 gegen Tian Pengfei) und Robert Milkins (10–3 gegen Michael Holt) hatten einen kurzen Arbeitstag, Ricky Walden kam mit einem deutlichen 10–6 gegen Andrew Higginson weiter. Knapper ging es bei Thepchaiya Un-Nooh gegen Alfie Burden und Stuart Carrington gegen Zhang Anda zu. Das Geburtstagskind Un-Nooh konnte das Ding mit 10–8 über die Bühne bringen und feiert jetzt sein Crucible-Debut. Für Burden wäre es nach 20 Jahren der erste Auftritt in der Endrunde gewesen. Carrington qualifizierte sich mit demselben Ergebnis.

Für mich etwas schmerzhaft waren die beiden letzten Partien, die beinahe zeitgleich jeweils mit einer Niederlage für meinen Favoriten endeten. Mark Davis lag nach der ersten Session 2–7 zurück, doch nährte er mit Breaks von 134 und 109 zu Beginn der heutigen Session meine Hoffnungen auf ein gelungenes Kommzurück. Doch Perry hielt dagegen und zog auf 9–5 davon, bevor Davis nochmal zwei Frames zum 9–7 gewinnen konnte. Trotz Chancen im letzten Frame musste Davis zugucken, wie Perry mit einer 66 alles klar machte.

Mike Dunn lage gegen Graeme Dott zu Beginn der Session mit 4–5 für manche unerwartet gut im Rennen, doch zog Dott gleich auf 7–4 davon und trotz hartnäckigem Kampf von Dunn reichte es am Ende nicht. Mit 10–7 zog der Ex-Weltmeister wieder in die heiligen Hallen des Snooker ein.

Auslosung der Endrunde

Morgen um 11 Uhr werden die Qualifikanten den gesetzten Spielern zugelost. In der Endrunde warten Titelverteidiger Mark Selby, Ronnie O’Sullivan, Ding Junhui, Judd Trump, Shaun Murphy, Barry Hawkins, Neil Robertson, Luca Brecel, Mark Williams, Mark Allen, Kyren Wilson, Marco Fu, Stuart Bingham, Ali Carter, Anthony McGill und John Higgins.

Jemand hat heute Abend schon mal einen Draw gemacht:

EBSA-Play-Offs

Ganz im Schatten des Judgement Days für die WM-Qualifikation spielten noch einige Spieler um zwei Tour-Tickets. Die Gewinner der Halbfinale spielen ab der nächsten Saison auf der Main-Tour. Jamie Cope ist leider im Viertelfinale ausgeschieden.

Jamie Rhys Clarke gewinnt gegen George Pragnall und ist damit nach einigen knapp gescheiterten Versuchen endlich auf der Tour dabei, der zweite Gewinner ist Joe O’Connor gegen Oliver Brown.

 

AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher (genderfluent), im Netz auch bekannt als Dark Mavis *Lady*. Tanzt und performt im Nebenberuf, spielt Poi, schreibt sporadisch Geschichten (hat im letzten Jahr den Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, sucht dafür jetzt einen Verlag). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich häufig am Magic Mountain Berlin anzutreffen. Hasst Ronnie O'Sullivan nicht, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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