Barry Hawkins gewinnt die Riga Open 2015

Barry Hawkins, Referee Milosz Olborski und Tom Ford im Finale der Riga Open 2015 © Monique Limbos

Im Finale der diesjährigen Riga Open setzt sich Barry Hawkins mit 4-1 gegen Tom Ford durch. Auf dem Weg ins Finale hatte Hawkins lediglich sechs Frames verloren, während Ford viermal erst im Entscheidungsframe gewinnen konnte. Doch ganz so leicht wie es schien, hatte es Hawkins dann doch nicht.

Im ersten Frame macht Ford ein Break von 67, bevor er eine Rote in die Mitte verschießt. Hawkins holt 30 Punkte, doch dann gelingt ein Double auf Rot nicht und Ford holt sich den Frame. Den zweiten Frame gewinnt Hawkins mit einem Break von 65 und versenkt dabei einige sehr schöne Bälle. Im dritten Frame beginnt die Pechsträhne für Ford: Er hat zwar die erste Möglichkeit und locht Rot, muss danach aber sicher spielen, weil er keine Fortsetzung auf eine Farbe hat. Bei der Befreiung aus dem Snooker locht Hawkins völlig überraschend und kann ein Break von 33 anschließen. Ford versucht nun mit offensivem Spiel in ein Break zu kommen, trifft aber keinen der langen Bälle. Doch auch Hawkins verschießt und lässt Ford an einem offenen Tisch den Einsteiger liegen. Doch dieser verstellt sich nach 40 Punkten und verschießt eine schwierige Schwarze. Hawkins locht vier knifflige und zwei Routinebälle zum Framegewinn.

Der vierte Frame ist dann der Knackpunkt des Spiels: Beim Stand von 73-32 für Hawkins braucht Ford zwei Snooker und spielt eine mäßige Safety. Doch Hawkins foult tatsächlich Schwarz und hinterlässt auch noch einen Freeball. Und was macht Ford? Er verschießt den Freeball! Danach läuft nichts mehr für ihn und Hawkins gewinnt diesen und den letzten Frame zum 4-1.

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Prisjažņuka, Anna Riga Open 2015

Anna Prisjažņuka © Monique Limbos

Die European-Tour-Events sind für uns Fans immer eine schöne Gelegenheit, neben der Snooker-Weltspitze auch Amateure zu sehen. Mit der Lettin Anna Prisjažnuka schaffte es eine der angetretenen Frauen in die Hauptrunde, doch leider verlor sie dort mit 0-4 gegen Mike Dunn.

Für die Spieler, auf die ich hier ein Auge habe, lief es relativ gemischt. Steven Hallworth hatte mit Matthew Stevens kein leichtes Los gezogen und verlor gegen ihn sein Erstrundenspiel mit 1-4.
Sean O’Sullivan dagegen äußerte sich zufrieden: Er erreichte mit Siegen über Kurt Maflin und Tony Drago die dritte Runde, wo er von Judd Trump mit einem 2-4 gestoppt wurde .

Auch bei den Amateuren war es gemischt: Lukas Kleckers kam durch sein 4-1 gegen Sasha Lippe und ein 4-0 gegen Anthony Hamilton bis in die 2. Hauptrunde des Turniers, wo er dann leider chancenlos an Stephen Maguire scheiterte. Ashley Carty kam nicht über die erste Qualifikationsrunde hinaus: Er verlor seinen Auftakt mit 1-4 gegen den Amateur Alex Borg. Alle Ergebnisse im Detail hier.


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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