Women’s World Championship 2017 gestartet

© WLBS

Heute früh um 3 Uhr startete in Singapur die diesjährige Frauen-WM mit den ersten Gruppenspielen. Zwölf Stunden später war die erste Runde gespielt und es gab keine Riesenüberraschungen. Bis auf die an Nr. 6 gesetzte Britin Suzie Opacic, die mit 2-3 gegen Siripaporn Nuanthakhamjan aus Thailand verlor, haben alle gesetzten Spielerinnen ihre Auftaktmatches gewonnen.

Sieben Favoritinnensiege

Die an Nr. 5 gesetzte Lettin Tatjana Vasiljeva konnte sich mit 3-2 nur knapp gegen Tan Bee Yen aus Singapur behaupten, Rebecca Granger (8) gewann 4-1 gegen Jessica Tan Hui Ming aus Singapur.

Klar mit 5-0 durchsetzen konnten sich Titelverteidigerin Reanne Evans (1) gegen Ho Yee Ki aus Hong Kong – ebenso wie Ng On Yee (2), Weltmeisterin von 2015, gegen die Inderin Chitra Magimairaj, Connie-Gough-Champion Maria Catalano (3) gegen Jeong Min Park, Laura Evans (4) gegen Hoe Shu Wah und Katrina Wan (7) aus Singapur gegen die Inderin Neelam Mittal.
[Die eingefügten Verlinkungen führen zu den Spielerinnenprofilen auf snooker.org, wo neben früheren Ergebnissen noch weitere Informationen und Fotos zu den Spielerinnen zu finden sind.]

Kriterien und Spielmodi

Die Spielerinnen der Plätze 1 bis 8 der aktuellen Weltrangliste wurden in den Gruppen A-H gesetzt und die anderen Spielerinnen zugelost. In den Gruppenspielen werden immer fünf Frames gespielt. Bei den Kriterien für das Weiterkommen hat sich etwas geändert: Es zählen zuerst die Anzahl der gewonnenen Spiele, dann das Ergebnis des Matches gegeneinander, anschließend die Anzahl der gewonnenen Frames, dann das höchste Break und als Letztes die Ranglistenposition.

Die Gruppenersten werden für die Runde der letzten 16 gesetzt. Die Gruppenzweiten werden im System 1. vs 16., 2. vs. 15., 3. vs. 14. etc. zugeordnet, wobei hier die Reihenfolge der Plätze 9 bis 16 durch die Anzahl der gewonnenen Spiele, dann der gewonnenen Frames, danach des höchsten Breaks bestimmt wird. Die dritt- und viertplatzierten Spielerinnen sind ausgeschieden, können aber noch im Challenge-Cup spielen.

Alle Gruppen, Spielpaarungen, (Zwischen)Ergebnisse und Informationen über die Spielerinnen gibt es hier.

Entgegen der Erwartungen, das Feld würde sich 50:50 aus asiatischen und europäischen Spielerinnen zusammensetzen, sind die Asiatinnen doch in massiver Überzahl. Auch wenn sie zum größten Teil auf der Tour noch nicht in Erscheinung getreten sind, weil sie noch nicht an europäischen Turnieren teilgenommen haben, bringen sie hier gute Leistungen. So machte zum Beispiel Nuanthakhamjan im Entscheidungsframe gegen Opacic ein 54er Break.

Wo kann man die Spiele verfolgen?

Wir versuchen, alle Ergebnisse und soweit vorhanden auch Zwischenergebnisse so schnell wie möglich auf unserer Turnierseite zu präsentieren. Wahrscheinlich wird es ab der K.O.-Runde auch Livescores geben, die dann auf dieser Seite zu finden sind.

Auf der Facebookseite von Cuesports Singapore wurden heute Livestreams der Spiele Evans–Ho, Catalano–Park und Ng–Magimairaj gepostet. Sie sind dort jetzt als Videos zu sehen. Wir hoffen, dass auch in den nächsten Tagen einige Livebilder dort zu sehen sind, bis der offizielle Livestream angeboten wird.

Ja, das mit dem Einbinden auf dieser Seite funktioniert leider nur suboptimal.

Feierlicher Auftakt

Die Konditionen sollen sehr gut sein und die Spielerinnen freuen sich über eine gute Organisation. Wie im Vorfeld versprochen wurde das Turnier schon am Sonntag feierlich eröffnet und die Spielerinnen hatten dabei Gelegenheit, sich vor beeindruckender Kulisse selber in voller Größe und Schönheit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Für uns Daheimgebliebene haben die Marketingabteilungen von WLBS & WPBSA Fotos gemacht und auf Facebook gestellt.

Wir wünschen weiterhin allen Spielerinnen viel Erfolg, aber auch viel Spaß!

Blick Singapur

Beindruckender Blick von der Terrasse des Marina Bay Sands.

alle bei der Eröffnung

Spielerinnen und Offizielle bei der Eröffnung.

 


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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