Zum Auftakt der UK Championship konnten sich Judd Trump, Si Jiahui, Shaun Murphy und John Higgins durchsetzen. Die Qualifikanten Stephen Maguire, Ryan Day, Lyu Haotian und Ben Woollaston leisteten mehr oder weniger Gegenwehr.
Damit blieben die Überraschungen vorerst aus. Stephen Maguire sorgte dabei noch für das engste Spiel. Bei seiner 4–6-Niederlage hatte er einiges an Pech und war insgesamt zu inkonsequent beim Nutzen seiner Chancen. Judd Trump spielte sich langsam warm für den Rest des Turniers, muss für eine Titelverteidigung aber noch ein paar Schippen drauflegen. In der nächsten Runde trifft er auf Si Jiahui. Mal gucken, was er dann zu quaken hat, dieses Mal fühlte er sich von lauten Niesern aus dem Publikum gestört.
Si mit Whitewash gegen Day
Das Ergebnis dieses Spiels hat mich tatsächlich ein bisschen überrascht. Si Jiahui hat in dieser Saison noch nicht so richtig geglänzt. Ryan Day hatte in der Qualifikation gut gespielt, gegen Hossein Vafaei auch gut gekämpft. Dass er hier nur in zwei Frames überhaupt gepunktet hat, spiegelt das Spiel nicht so recht wider. Denn Si Jiahui war bei weitem nicht fehlerfrei. Gegen Judd Trump wird das in Runde zwei auf keinen Fall reichen.
Murphy und Higgins ohne große Probleme
Die Abendspiele endeten beide 6–2. John Higgins hatte bei seinem Sieg ordentlich Hilfe von Ben Woollaston, der sich selbst mehr im Weg stand als sein Gegner. 0–5 lag er zurück und hatte auf dem Weg dahin drei total knappe Frames abgegeben. Er konnte mit einem schönen Framediebstahl und einer anschließenden 65 noch zwei Frames gewinnen, bevor Higgins den Sack endgültig zumachte. Aber insgesamt können wir sagen, dass Higgins hier mal wieder den Higgins machte und Woollaston dagegen kein Rezept fand.
Lyu Haotian fand wesentlich besser in sein Spiel gegen Shaun Murphy. Doch verdödelte er die Chance auf eine 3–1-Führung. Und auch danach nutzte er seine Chancen nicht konsequent und musste seinen Gegner davonziehen lassen.
Der Sonntag mit interessanten Partien
Um 14 Uhr starten Wu Yize gegen Michael Holt und Neil Robertson gegen Julien Leclercq in den Snookertag. Um 20 Uhr folgen Mark Williams gegen David Gilbert und Xiao Guodong gegen Pang Junxu. Die Kolleginnen von Total Clearance sehen hier kaum Chancen für die Qualifikanten. David Gilbert müsste eine Identitätsneufindung absolvieren (zurück zu seinem 2019er Selbst, als er richtig gute Spiele gewonnen hat) und Kathi fragte sich anschließend direkt, ob sie sich da nicht etwas einredet. Pang Junxu müsste einen sehr guten Tag erwischen. Dem kann ich mich anschließen. Wenn Pang nicht wieder in sein zögerliches Spiel verfällt, sondern einigermaßen flüssig spielt, dann sehe ich eine Chance für ihn.
Ich finde es keine schlechte Idee, sich mal so richtig etwas einzureden. Meine Vision für heute ist, dass Julien Leclercq und Neil Robertson sich ein faszinierendes Offensivfeuerwerk liefern. Wir werden tolle Beaks sehen, blutige Safeties und einen Entscheidungsframe. Und Michael Holt wird zwar nicht zum Stolperstein von Wu Yize, aber spielt nicht so schmerzerzeugend wie Ben Woollaston gestern.
Am Montag steigen u.a. der Weltmeister und Mark Allen ins Turnier ein, am Dienstag spielen Mark Selby, Kyren Wilson und Ronnie O’Sullivan.
Die Partien stehen wie immer auf unserer Turnierseite. Verfolgen könnt ihr das Turnier auf Eurosport.

Julien Leclercq bei der Qualifikation zu den UK Championship 2025. © Zheng Zhai















