Ding siegt in China, zieht mit 5 Saison-Titeln mit Hendrys Rekord gleich

Ding Junhui
Ding Junhui, Foto © Monique Limbos

Ding Junhui ist mal wieder Turniersieger. Zum fünften Mal in der Saison konnte er einen großen Weltranglistentitel gewinnen. Im Finale der China Open 2014 konnte er sich mit 10-5 gegen Neil Robertson durchsetzen.

Nach der ersten Session hatte Ding bereits eine komfortable 7-2 Führung. Es zwar dann so kurz aus, als ob Robertson zurück ins Match finden würde, doch kam er nicht näher als an einen 9-5 Rückstand. Der angeschlagen Australier musste sich mit 10-5 geschlagen geben, nannte aber nach dem Match seine Finalteilnahme als eine der größten Erfolge seiner Karriere.

Grund ist eine Erkältung, die sich Robertson kurz vor Turnierbeginn einfing. Es war ihm deutlich anzusehen, dass er ihm schlecht ging und wo ein anderer Spieler wohl das Turnier abgesagt hätte, stellte er sich an den Snookertisch – und durchaus erfolgreich. Im Finale war der Energiespeicher dann wohl leer, so Robertson nach dem Match. Einzig Century Breaks spielte er bis zum Finale keine. Gegen Ding erzielte er immerhin ein 102er Break, womit er bei 93 Century Breaks in der Saison steht. Letzte Möglichkeit die 100er Marke zu knacken wird die Weltmeisterschaft in Sheffield bieten.

Einen Rekord würde wohl auch gerne Ding Junhui in Sheffield brechen. Mit seinen fünf Weltranglistenturniersiegen zieht er mit Stephen Hendry gleich, dem als einziger bislang dieses Kunststück gelang. Ding hatte bereits beim Welsh Open die Möglichkeit, seinen fünften Titel zu gewinnen, doch scheiterte er an Ronnie O’Sullivan im Finale.

Für eine weitere Sensation in China sorgte Mike Dunn. Der 42 jährige Profi gelang nach 23 Jahren auf der Main Tour zum ersten Mal in ein Halbfinale bei einem großen Weltranglistenturnier. Dort unterlag er zwar mit 0-6 gegen den späteren Champion, doch sicherte diese Leistung seinen Verbleib innerhalb der Top 64 für die nächste Saison.


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