Hawkins und Robertson im Finale des Masters 2022

Barry Hawkins mit Queue in der Hand beim Walk-On.
Barry Hawkins hat gut lachen. © World Snooker/Tai Chengzhe

Auch Judd Trump und Barry Hawkins nutzten die größtmögliche Spielzeit, um ihr Halbfinale zu entscheiden. Am Ende steht Barry Hawkins im Finale – zum zweiten Mal nach 2016. Bleibt zu hoffen, dass er dieses Mal gegen Neil Robertson nicht so sang- und klanglos untergeht wie beim letzten Mal, als er 1–10 gegen Ronald O’S. verlor.

Auch das zweite Halbfinale über die volle Distanz

Wie das Nachmittags-Semifinale verlief die Partie Hawkins gegen Trump in einer Mischung aus Wechselschritt und Päckchenphase. Zur Pause stand es 2–2 und danach zog Hawkins auf 4–2 davon. Trump kämpfte sich wieder heran und ging dann seinerseits mit 5–4 in Führung. Während zu Beginn des Spiels seine Framegewinne eher knapp waren, ließ Hawkins sich von diesem Lauf nicht beeindrucken, sondern packte zuletzt noch sein flüssiges Spiel aus. Er gewann die letzten beiden Frames zu Null.

Wie Robertson fragte aber auch er sich, wie er das Spiel gewonnen hätte. Wir würden sagen: Als Erster sechs Frames auf’s Zählbrett gebracht …Für ihn ist dies einer der größten Matchgewinne seiner Karriere. Er hat versprochen, er wird im Finale sein Bestes geben.

Sein Gegner kritisierte die eigene Leistung, was nahelegt, dass Hawkins heute einfach besser war.

Ein nicht vorhersehbares Finale?!

Barry Hawkins rangiert zwar seit Jahren stabil in den Top-Rängen, wird aber dennoch meist nicht als ein Turnierfavorit gehandelt. Jetzt ist er mit 9 Titeln (Minor, Major, Invitations … alles mitgerechnet) auch nicht der Top-Titel-Gewinner, aber er ist doch immer mal für einen Lauf gut. Doch auch dieses Mal hatte kaum jemand einen Hawkins auf dem Zettel, besonders nicht gegen Judd Trump. Dabei hat Barry in jeder Runde einen ehemaligen Weltmeister ausgeschaltet und könnte damit morgen nahtlos weitermachen. Leider hält er aber am Ende manchmal nicht, was seine Leistung vorher versprochen hat.

Bei der Twitter-Umfrage von Cluster of Reds macht sich das in dem nicht gerade überbordenden Vertrauen der Fan-Gemeinde bemerkbar, obwohl ihm viele den Sieg gönnen würden. Aber schaut selbst und stimmt am besten selber ab.

Um 14 Uhr geht es los mit der ersten Hälfte des Best-of-19-Finales, um 20 Uhr startet die zweite Hälfte. Alle Partien im Überblick hier, die Eurosport-Sendezeiten hier.

 

AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher (genderqueer), im Netz auch bekannt als Dark Mavis *Lady*. Sucht für den Roman „Belinda to break“ einen Verlag. Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. www.twitter.com/lulawitzescher

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