Ronnie O’Sullivan im Achtelfinale, bereut seine lange Pause

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Titelverteidiger Ronnie O’Sullivan erreicht die zweite Runde der Weltmeisterschaft 2013. Mit einem 10-4 setzte er sich klar gegen Marcus Campbell durch. Auf der Pressekonferenz nach dem Match gab O’Sullivan zu, dass er seine lange Pause vom Snookersport bereut.

Bereits nach der ersten Session führte O’Sullivan komfortabel mit 7-2. Er bewies, dass er vor einer Kamera Snooker spielen kann, auch wenn das letzte Mal ein knappes Jahr her ist.

Er hätte auch bereits in der zweiten Session den Sack relativ schnell zumachen können, doch führten Fehler beim Potten zu Chancen für Campbell, der das Match noch über das Midsession Interval ziehen konnte. Es endete jedoch dann mit 10-4 zugunsten des Titelverteidigers.

„Es war schön wieder zurück zu sein,“, so O’Sullivan nach dem Match. „Die Reise seit meiner Ankündigung, dass ich wieder zurückkommen und spielen werde, war aufregend. Ich hatte dann was zu tun.“

Noch ist der vierfache Weltmeister nicht zufrieden mit seinem Spiel. Er erwartet aber aufgrund seiner Auszeit auch nicht, dass er sofort in alter Form wieder auftreten könne. Stattdessen könnte dies zwei, drei Turniere dauern.

Auf der Pressekonferenz nach dem Match gab er auch bekannt, dass er die Entscheidung, den Spielervertrag nicht zu unterzeichnen, bereue. Er wolle deswegen auch im Oktober ein Buch veröffentlichen und erklären, wie er hierzu kam.

„Man wird die Gründe erfahren, wieso ich eine Pause nahm und man wird seine eigenen Rückschlüsse ziehen können. Es war nie meine Absicht eine Pause zu nehmen. Ich wollte immer weiterspielen, aber mir wurde geraten das nicht zu tun.“

„Hätte ich mich direkt mit Barry hingesetzt, dann hätte ich wohl vom ersten Tag der Saison gespielt.“

„Mir wurde geraten, dass es für mich nicht vernünftig wäre den Spielervertrag zu unterzeichnen. Ich habe dem vertraut, was mir erzählt wurde und als es zum Stichtag kam, dachte ich, dass ich mal von Angesicht zu Angesicht mit Barry reden sollte – und es gab kein Problem mit dem Vertrag.“

„Ich war in einem politischen Krieg verwickelt ohne alle Fakten zu wissen. Die letzten vier Monate vor der Weltmeisterschaft wurde mir geraten, den Vertrag nicht zu unterzeichnen. Hätte ich mich hingesetzt und den Vertrag gelesen, hätte ich ihn wohl direkt unterschrieben und somit gespielt.“

Auf dem anderen Tisch bemühte sich Mark Williams um Schadensbegrenzung. Er lag gegen Michael White 1-4 zurück, konnte jedoch zum Ende der Session das Ergebnis noch auf ein 4-5 verbessern, womit beide Spieler morgen in ein offenes Match gehen.

Alle Informationen, Ergebnisse und Spielzeiten gibt es in unserer Übersicht zur Weltmeisterschaft 2013.