WM-Qualifikation 2026: Sensationeller Auftakt!

WM-Qualifikation: Wang Xinbo steht mit Queue am Tisch, im Hintergrund das Scoreboard
Amateur Wang Xinbo souverän gegen Mitchell Mann. © Zheng Zhai

Der 15-jährige Michał Szubarczyk ist der jüngste Spieler, der je ein Match in der WM-Qualifikation gewonnen hat. Leider hatte Ng On Yee, der wir auch die Daumen gedrückt haben, auf der anderen Seite mit 7–10 das Nachsehen.

Trotzdem feiern wir den jungen Polen für seine Leistung. Gerade steht er am Ende seiner ersten Saison und das war schon sein 11. Sieg auf der Main Tour. Morgen geht’s für ihn in der zweiten Quali-Runde gegen Sanderson Lam weiter.

Erfolgreiche Amateure, dramatische Decider

Mit Peter Lines (10–2 gegen Jonas Luz), Wang Xinbo (10–4 gegen Mitchell Mann) und Patrick Whelan (10–5 Ken Doherty) waren schon die ersten Amateure gegen Profis erfolgreich. Ryan Davies scheiterte erst im Entscheidungsframe an Profi Yao Pengcheng.

Auch bei Gao Yang gegen Jimmy White kam es zum Decider. Sehr zum Leidwesen der Fanschar um den Vizeweltmeister der Herzen, der also auch mit 63 Jahren den WM-Titel nicht gewinnen wird.

Bai Yulu mit erstem Sieg in der WM-Qualifikation

Mit einem 10–7 setzte sich WWS-Weltmeisterin Bai Yulu durch, und zwar gegen Daniel Womersley, einen recht erfahrenen Amateur. Sie ist damit seit 2017 die erste Frau, der ein Sieg bei der WM-Qualifikation gelang. Dabei spielte sie auch noch ein Century-Break.

Aufregung und anschließende Diskussionen gab es um einen Fehler der Schiedsrichterin. Im 12. Frame kämpfte Yulu um Foulpunkte und Daniel verfehlte Grün. Doch die Punkte landeten auf seiner Seite des Zählbretts. Warum Yulu trotz offensichtlicher Irritation nichts sagte, bleibt unklar.

Anschließend sagte Bai Yulu: „In den vergangenen Jahren habe ich immer in der ersten Runde verloren. Und heute wollte ich das ändern. Ich habe einige Veränderungen vorgenommen, um mich schrittweise zu verbessern. Dies ist ein langes Format, deshalb war ich am Ende etwas erschöpft. Aber ich bin zufrieden mit meiner Einstellung und habe mich die ganze Zeit wohl gefühlt.“

Sie bekommt es in der nächsten Runde mit Michael Holt zu tun. Der Mann macht mit seiner Frau Amy sehr lustige Vorhersagevideos, aber ehrlich gesagt bringt mich seine Art zu spielen oft an den Rand meiner Geduld. Ich hoffe sehr, dass er nicht ausgerechnet jetzt in Form kommt. Immerhin ist er nicht der Typ, der sich besonders anstrengt, weil es ihm peinlich wäre, gegen eine Frau zu verlieren.

Er lässt das Spiel so einfach aussehen …

An diesen Satz musste ich bei Flo Nüßle gegen Mateusz Baranowski öfter denken. Leider ist Flo nicht unbedingt ein Spieler, auf den dieser Satz immer zutrifft. Bei diesem Ball verspürte ich ein bisschen den Michael-Holt-Effekt der Geduldsfadenverdünnung.

Ich hatte gehofft, dass Florian gegen Mateusz vielleicht eine Chance hätte, liegt dieser in der Rangliste doch nur wenige Plätze vor ihm. Doch leider reichte es nicht und Baranowski gewann die Partie mit 10–5.

Meine Hoffnungen für heute Abend liegen jetzt noch auf Steven Hallworth (5–4 gegen Kreishh Gurbaxani) und darauf, dass Mink Nutcharut noch ein, zwei Frames gegen Marco Fu holen kann (momentan 8–1). Aber auch nur, wenn die Nachmittagssession irgendwann mal zu Ende geht. Dreimal Feueralarm ist irgendwie nicht lustig, wenn’s nicht brennt.

Morgen früh starten die letzten Spiele der Runde 1, nachmittags die ersten der Runde 2.

Alle Spielpaarungen, -zeiten und (Zwischen-)Ergebnisse findet ihr auf unserer Turnierseite. Die Spiele laufen auf Discovery+/HBO MAX.

AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher (genderqueer), im Netz auch bekannt als Dark Mavis *Lady*. Sucht für den Roman „Belinda to break“ einen Verlag. Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. https://bsky.app/profile/lulawitzescher.eurosky.social

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2 Gedanken zu „WM-Qualifikation 2026: Sensationeller Auftakt!

  1. Mr.Brian

    Die jungen Spieler sorgen für frischen Wind. Leider ist nur eine Frau in der zweiten Runde. Aber ich bin mir sicher, es wird wohl für die Frauen noch erfolgreicher werden, es dauert halt. Ich finde es gut, wenn die in GB gehypten Spieler eben nicht mehr so sicher sein können, sozusagen von einem Heimatbonus zu profitieren. Das hebt das Niveau insgesamt, ganz egal, wer am Ende auf dem obersten Treppchen steht. Das die Spielerinnen und Spieler aus Deuschland defacto nicht existent sind in den etwas höheren Liegen ist bedauerlich.


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