Mein erstes Mal

Tempodrom Berlin von außen

Das also war das German Masters. Zumindest für mich. Während die geneigte Leserschaft zum Teil regelmäßig stark in Berlin vertreten ist, war es für mich das erste Mal. Und auch wenn ich nur ein kurzes Gastspiel hatte, könnte ich mir eine Wiederholung im nächsten Jahr vorstellen.

Lula hatte im Vorfeld ja gefragt, worauf wir vom Team uns am meisten freuen. Und für mich kann ich sagen, dass sich alles erfüllt hat.

Ein kurzer Mittwochabend

Angekommen bin ich in Berlin genau während des Matches von John Higgins und Zhou Yuelong. Da ich noch einiges zu erledigen hatte, sparte ich mir den Besuch der Nachmittagssession, verfolgte das Geschehen aus dem Hotelzimmer und ging erst mit dem letzten Frame los, um Lula und eine etwas traurige Målin vor dem Tempodrom in Empfang zu nehmen. Dort standen wir uns dann das erste Mal seit sechs Jahren Bekanntschaft live gegenüber. Wir sind dann Essen gegangen und haben gesabbelt. Und wir hätten noch länger sabbeln können, wäre da nicht noch eine Abendsession. Etwas verspätet sind wir also wieder zurück zum Tempodrom. Dort beehrte uns zwar Ronnie O’Sullivan mit seiner Anwesenheit, ansonsten wurde es aber erst sehr viel später in der Nacht erinnerungsträchtig.
Ich konnte DAS Match allerdings nur vom Hotel aus zu Ende gucken, weil mein Kreislauf vor Ort leider nicht mehr mitgespielt hat und ich den Abend vor Ort entsprechend rasch beenden musste.

Ein fast rundum gelungener Donnerstag

Für den Donnerstag hatte ich mir ein Tagesticket gekauft. Allerdings haben wir vom Team nach dieser kurzen Nacht einfach die Morgensession vor Ort ausgelassen. Zur Nachmittagssession waren wir alle wieder da. Nachdem die Spieler allerdings ihre Vorliebe für weiße Wäsche zeigten, hatten wir relativ zeitig Pause. Zusammen mit Jane sind wir dann erst in ein Café und anschließend essen gegangen. Und auch dieses Mal kamen wir kaum aus dem Quatschen raus und hatten Mühe, wieder pünktlich zurück zu sein. Spoiler:

Abends war ich dann glücklich, dass ich John Higgins endlich mal live sehen konnte. Erwartet hatte ich es eigentlich nicht, da Higgins Gerüchten zufolge die Berliner Luft nicht mag. Aber nach seinem Sieg am Vortag, schätzte ich es doch sehr. Zumal mir da ja schon klar war, dass es nicht nur mein letzter Abend im Tempodrom sein würde. Nachdem er anfänglich zwei Frames zurücklag, konnte er zum MSI immerhin ausgleichen. Parallel dazu lag vor allem Målins Aufmerksamkeit auf dem TV-Tisch. Ich brauchte diesen Tisch gar nicht beobachten, wusste ich doch immer, wann Si Jiahui zum Beispiel etwas „unglückliches“ gemacht hatte. Sie selbst beschreibt es ganz gut:

Over the last days I’ve noticed I do three different kinds of Oh when a player misses:

😯 Oh!
😖 Oh!
😏 Oh!

— Målin (@eselfreund.bsky.social) 29. Januar 2026 um 22:07

Und ja, es stimmt. Ich saß daneben!

Das Match zwischen Trump und Si sowie das recht kurzweilige Match zwischen Bingham und Ford waren dann auch relativ schnell vorbei. Unsere ungeteilte Aufmerksamkeit war dann also nur noch bei Higgins und Xiao. Und im achten Frame befürchtete ich tatsächlich, dass es eine ähnliche Nacht wie zuvor geben würde. Xiao hatte dann allerdings das bessere Händchen und beendete gegen Mitternacht den Tag. Wegen des Ergebnisses war es dann doch nur ein fast rundum gelungener Donnerstag.

Fazit

Für mich war es das erste Mal, dass ich mehrere Tische gleichzeitig live verfolgen „musste“. Nach einer kleinen Eingewöhnung hatte ich auch den Kniff raus, wie es am gescheitesten gelingt. Dankbar war ich tatsächlich über die freie Platzwahl und der Tatsache, dass das Tempodrom an diesen Tagen nur zur Hälfte besucht war. Denn dieses Stillsitzen auf recht engen Stühlen ist nicht wirklich was für mich. Für Spieler und Fans hoffe ich natürlich, dass es sich über das Wochenende deutlich füllt. Ist ja doch schöner vor Publikum! Ich werde nächstes Jahr bestimmt wieder vorbeikommen. Denn gerade der Austausch mit den Kolleginnen und anderen Menschen aus der -Community ist es auf jeden Fall wert. Und wer jetzt entscheidet, auch nächstes Jahr (wieder) dabei zu sein: Hier gibt’s demnächst Tickets und weitere Informationen.

 

AutorIn: Hjördis

Hjördis unterstützt das Team von SnookerPRO im Hintergrund, schreibt den ein oder anderen Artkel und ist ansonsten zuständig für das Aktuell-Halten der Turniere.

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