Zwei Tage nicht ganz volles Snookerprogramm beim German Masters 2026 liegen hinter uns. Zusammengefasst: Favoritensiege und Ishpreet Chadha ist wieder da.
Gestern war kaum eine Stunde vergangen, da hatten wir schon Scoreboardausfall, eine Beule im Tischtuch bei Allen-Lines am Tisch, einen Sanitätseinsatz auf der Tribüne, Zak Surety vom Tisch gefallen und eine mögliche 16-Rote-Clearance von Barry Hawkins, die am Ende nicht klappte.
Am Ende hatten sich die Favoriten durchgesetzt und Kyren Wilson, Mark Allen, Shaun Murphy und Barry Hawkins waren eine Runde weiter. Malin und ich machten lange Gesichter (sie wegen Oli Lines, ich wegen Dark Mavis).
Die Abendsession war wegen der Absagen auf zwei Spiele zusammengeschrumpft. Mark Williams musste sich nicht doll anstrengen, um mit Sanderson Lam fertig zu werden und bei Chris Wakelin sah es auch ganz gut aus. Doch sein Gegner Ishpreet Singh Chadha hatte uns vor zwei Jahren ja auch schon mal überrascht, als er beim German Masters in die dritte Runde vorstieß und dabei Luca Brecel rauskegelte. Beim Stand von 2–4 warf er seinen Turbo an, holte auf, glich aus und machte ein hübsches Break im Entscheidungsframe.
Mal gucken, ob er wieder einen guten Lauf hinlegen kann. Momentan steht im da noch Elliot Slessor im Weg.
Zweiter Tag, zwei schnelle Sessions
Auch in der Morgensession setzten sich mit Si Jiahui, Judd Trump, John Higgins und Xiao Guodong die Favoriten durch. Am Nachmittag gab es dann ein ähnliches Bild: An den Außentischen spielten der Weltmeister Zhao Xintong und die Nr. 2 der Weltrangliste Mark Selby ansehnliches Snooker mit schönen Breaks und wenig Unfug. Zhao schloss sein Spiel mit einem Maximumversuch ab, aber die 14. Rote lag ungünstig und er verschoss. Sein Gegner Jiang Jun tat sich sehr schwer, hatte aber auch sehr wenig Gelegenheiten. Am dritten Außentisch gab es die erste Überraschung: Scott Donaldson setzte sich deutlich mit 5–1 gegen die Nr. 15 Gary Wilson durch.
Mit knapp zweieinhalb Stunden waren das äußerst schnelle Sessions. Ach, wartet mal, da fehlt ja ein Spiel.
O’Sullivan murkelt sich durch die erste Partie
Ich hätte ja nicht darauf gewettet. Aber tatsächlich beehrte uns Ronnie O’Sullivan heute mit seiner Anwesenheit im Tempodrom – das erste Mal nach neun Jahren. Und obwohl er weder Titelverteidiger, noch Weltmeister oder der Spieler mit der höchsten Ranglistenposition ist, spielte er am TV-Tisch. Was dafür wohl der Grund gewesen sein mochte. Besonders aufregend ging es dort nicht zu. O’Sullivan spielte eine mittelmäßig engagierte Partie mit unnötigen Fehlern und wenig Genie. Er fand, der Tisch wäre unglaublich schnell und und er konnte deshalb den Spielball nicht kontrollieren. Sein Gegner Long Zehuang konnte zwar ab und zu tolle lange Bälle zeigen, blieb aber auch hinter seinen Fähigkeiten zurück. Das Ende vom Lied: Ronnie gewann und darf jetzt gegen Ali Carter ran. Nach seinen eigenen Worten geht er als 2. Favorit in die Partie. Wenn er die gewinnen sollte, dann hätte er schon alles erreicht, was er vom German Masters 2026 erwarten könne.
Abendsession: Beginn der Hauptrunde des German Masters 2026
Mit den Nachmittagsspielen waren alle Heldover-Matches der Qualifikation beendet und eigentlich ging es heute Abend erst richtig los. Die momentanen Spielstände hier: Elliot Slessor 3–2 Ishpreet Chadha und Jordan Brown 0–4 Jak Jones. Shaun Murphy ist schon mit 5–1 gegen Julien Leclercq durch, ebenso wie Kyren Wilson gegen Anthony McGill.
Wie die Spiele ausgegangen sind und wer morgen spielt, könnt ihr unserer Turnierseite entnehmen. Wenn ihr nicht vor Ort sein könnt, dann könnt ihr das Turnier auf Eurosport/Discovery verfolgen.
Gönnt euch hier einen kleinen Vorgeschmack der Tempodrom-Atmosphäre.













