Vor genau einer Woche gewann Thepchaiya Un-Nooh die World Open 2026. Er setzte sich in einem äußerst interessanten Finale gegen Ronnie O’Sullivan mit 10–7 durch und machte dabei auch noch ein Maximum-Break.
Eigentlich ist es ja schon ein bisschen spät für einen Artikel. Aber unser gebeuteltes Team hat es leider nicht zeitnah geschafft, darüber zu berichten. (Wir suchen immer noch Verstärkung!) Und mir schien es nicht fair, die tolle Leistung von Un-Nooh unerwähnt zu lassen. Deshalb feiern wir den sympatischen Schnellspieler jetzt mit Verspätung.
„Erster“ Titel für Thepchaiya Un-Nooh
Natürlich hat Un-Nooh längst einen Titel. Er hat ja 2019 schon das Shoot-Out gewonnen. Aber bei den World Open hat er eine ganze Woche lang richtig schön gespielt und am Ende dann endlich den ersten richtigen Ranglistentitel geholt. Er ist außerdem gefühlt der Rekordhalter für verschossene letzte Schwarze beim Versuch eines Maximumbreaks. Besonders feiern wir deshalb die Tatsache, dass er in einem Finale (!) gegen Ronnie O’Sullivan (!!) beim Stand von 8–7 (!!!) tatsächlich eine 147 gespielt hat. Wow.
Doch nicht nur wir waren völlig hin und weg vom Geschehen. Thepchaiya sagte anschließend: „Ich kann’s nicht glauben. Ich bin immer noch überwältigt von meiner Leistung. Das hier werde ich ich Zeit meines Lebens nicht vergessen.“ Und er hat auch gleich seine bescheidenen Pläne für die Zukunft offenbart. „Ich möchte Snooker in Thailand wieder so berühmt machen wie es mal war.“
Ein Finale der Frame-Päckchen
Ronnie O’Sullivan hatte sich im Halbfinale erst im Entscheidungsframe gegen Wu Yize durchgesetzt. Doch in das Finale startete er in der ersten Session wie geölt und ging mit 4–0 in Führung. Un-Nooh hatte im Halbfinale Judd Trump besiegt und alle fragten sich, ob er seine tolle Turnierform im Finale beibehalten würde. Die Nerven seiner Fans lagen schon ein bisschen blank, als er zu einem Kommzurück erster Sahne ansetzte und fünf Frames in Folge zum 5–4 Zwischenstand gewann.
In der Abendsession holte er sich noch den ersten Frame. Dann machte O’Sullivan mal eben drei Century-Breaks und ging wieder in Führung. Doch Thepchaiya Un-Nooh ließ sich davon nicht beeindrucken und spielte eine 77 und dann ebenso drei 100+-Breaks, das zweite davon das Maximum.
Meilenstein auch für O’Sullivan
Neben einigen schönen Überraschungssiegen (Artemijs Žižins gegen Luca Brecel zum Beispiel) sorgte Ronnie O’Sullivan für einen Rekord quasi für die Ewigkeit. In seinem Spiel gegen Ryan Day machte er eine 153, das höchste jemals in einem Wettbewerb gespielte Break. Er hatte zu Beginn einen Freeball und spielte am Ende zweimal Pink statt Schwarz. Das Ganze könnt ihr hier nachgucken.
Alle Ergebnisse findet ihr auf unserer Turnierseite.
Die British Women’s Open entscheiden sich gleich
Dieses Wochenende verteidigt Ng On Yee in Landywood ihren British-Open-Titel. Im Halbfinale gewann sie gegen Rebecca Kenna und trifft jetzt im Finale auf Bai Yulu. Die hatte zuvor Reanne Evans rausgekegelt.
Alle Spiele und Ergebnisse gibt es hier, das Finale wird live auf dem WPBSA-Kanal auf YouTube übertragen.
Morgen startet die Tour Championship, das letzte Turnier vor der WM. Leider nur für die Top-Spieler der Jahresrangliste.












