Selby-Thriller beim Champion of Champions

Jeden Tag eine Zusammenfassung zu schreiben, war eigentlich nicht geplant. Aber wenn ein Spieltag so aufregend verläuft wie der dritte bei den Champion of Champions und Mark Selby wieder für einen Thriller sorgt, sollte darüber berichtet werden.

Mark Selby gegen Luca Brecel

Der Tag begann mit der Begegnung Mark Selby gegen Luca Brecel. Nachdem sich Brecel den ersten Frame sicherte, glich Selby im zweiten Frame mit einem Century von 100 aus. Auch die beiden folgenden Frames holte sich Selby, bis Brecel dann im fünften Frame seinen Rückstand auf 3–2 verkürzen konnte. Schlussendlich gewann Selby dann aber noch den letzten Frame und damit das Match 4–2. Alles in allem war dieses Match doch sehr langwierig, aber durchaus eine willkommene Abwechslung zu den jeweils ersten Partien der ersten beiden Tage.

Kyren Wilson gegen Stephen Maguire

Im folgenden Match zwischen Wilson und Maguire machte Wilson von Anfang an deutlich, dass er das Match gewinnen will. Er sicherte sich die ersten beiden Frames, zum Teil mit Unterstützung sehenswerter Flukes. Maguire konnte mit einem Sieg im dritten Frame zumindest einen Whitewash verhindern. Die letzten beiden Frames gewann dann wiederum Wilson, ohne Maguire überhaupt eine Chance zu lassen. Das Match endete einem Century von 130 und dem Stand von 4–1.

Mark Selby gegen Kyren Wilson

Highlight des dritten Spieltages war aber zweifelsohne die Begegnung von Mark Selby und Kyren Wilson. Genauer gesagt alles, was nach dem MSI am Tisch gezeigt wurde. Denn bis dahin marschierte Wilson einfach durch die Frames und sicherte den Zwischenstand von 4–0. Selby zeigte bis dahin kaum etwas von seinen Fähigkeiten und es war mehr als fraglich, ob er das Spiel noch würde drehen können. Nun denn, das MSI wird nicht ohne Grund mit dem Wort „magic“ in Verbindung gebracht. Was dann nämlich folgte, war Spannung und Nervenkitzel zugleich. Selby gewann die ersten drei Frames nach dem MSI in Folge und die Frames waren geprägt durch Snooker, Safeduelle und andere taktische Raffinessen. Selby verkürzte seinen Rückstand auf 4–3.

Im achten Frame sah es zunächst wieder danach aus, als würde Selby den Sieg davontragen können. Wilson gelang es dann allerdings, mit einem Fluke aus einem Snooker heraus die Clearance zum Steal einzuleiten, was zu einem lange umkämpften black ball game wurde. Wilson baute seine Führung auf 5–3 aus und es fehlte somit nur noch ein einziger Frame, um den Sieg und den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen.

Dagegen hatte Selby allerdings etwas. Er sicherte sich die folgenden zwei Frames und trug damit wesentlich zum Erhalt der Spannung bei. Denn die Entscheidung sollte schlussendlich im gegen Mitternacht beginnenden Decider fallen.

Während die vorangegangenen Frames dadurch geprägt waren, dass beide Spieler ihr Können abwechselnd und mitunter langatmig unter Beweis stellen durften und natürlich auch die zunehmende Konzentrationsschwäche ihr Übriges beitrug, so verlief der Decider gerade zu schnell. Selby entschied ihn mit einem recht zügigen Break von 74 für sich und gewann somit das Match 6–5.

Nach diesem aufregenden Viertelfinale war es doch recht schwer, zur Ruhe zu kommen. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mark Selby wird nun am Freitagabend das Halbfinale gegen Neil Robertson bestreiten.

Kurzer Ausblick

Heute, am vierten Tag der Champion of Champions treffen zunächst Ronnie O´Sullivan und Michael Holt sowie Mark Allen und Scott Donaldson aufeinander. Wer dann im zweiten Halbfinale am Samstagabend gegen Judd Trump antreten wird, wird sich im Laufe des Abends zeigen.

Hier einige Eindrücke vom dritten Tag. Die Übersicht der Spiele findet ihr wie immer auf unserer Turnierseite.

AutorIn: Hjördis

Hjördis unterstützt das Team von SnookerPRO im Hintergrund, schreibt den ein oder anderen Artkel und ist ansonsten zuständig für das Aktuell-Halten der Turniere. Twitter: @HjördisHH

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