Ryan Day gewinnt seinen ersten Ranglistentitel

Ryan Day, Riga Masters 2017
Ryan Day knutscht endlich eine "schwere" Trophäe. © World Snooker

Ryan Day schlägt im diesjährigen Riga-Masters-Finale Stephen Maguire mit 5–2 und gewinnt damit nach 19 Profijahren den ersten Ranking-Title seiner Karriere. Neben dem Pott nimmt er einen Scheck über £50 000 mit. Damit verlässt er endlich die Listen der „besten Spieler, die nie einen Ranglistentitel gewonnen haben„. Im Februar stand er mit seinem Finaleinzug beim Grand Prix schon knapp vor diesem Meilenstein, verlor dort aber gegen Barry Hawkins. 

Gegen einen „bescheiden“ aufspielenden Maguire ging Day mit 4–0 in Führung, doch schien er in der Pause zu realisieren, dass ihm nur noch ein Frame zum langersehnten Titel fehlte. Jedenfalls sah es kurz nach einem gefährlichen Kommzurück durch Maguire aus, als der sich mit einer 119 den nächsten Frame holte und danach gleich zum 2–4 aufschließen konnte. Nach dem Spiel gab Day zu, dass er beim Stand von 4–2 sehr beunruhigende Gedanken hatte. Doch die konnte er unter Kontrolle halten und ein 58er Break im letzten Frame brachte ihn der Ziellinie näher. Maguire legte zwar noch ein paar saftige Snooker, aber am Ende konnte Day doch den Sieg sicher machen.

Doherty Maguire Riga Masters 2017

Doherty fasst sich an den Kopf und Maguire gewinnt. © World Snooker

Halbfinale der älteren Herren

Auf seinem Weg ins Finale schlug Ryan Day Barry Hawkins, Robert Milkins, Kyren Wilson, Joe Perry und Mark Williams. Stephen Maguire hatte Gerard Greene, Oliver Lines, Jack Lisowski, Andrew Higginson und Ken Doherty hinter sich gelassen. In den Halbfinalspielen, die beide über die volle Distanz gingen, war Maguire mit seinen 36 Jahren neben Doherty (47), Day (37) und Williams (42) übrigens der „Youngster“. Für Ken Doherty war es das erste Ranking-Halbfinale seit sechs Jahren – seine „Ehemaliger-Weltmeister-Ehrentourkarte“ hat sich für ihn also schon im ersten Turnier gelohnt.

Lukas Kleckers konnte leider seinem tollen Auftaktsieg keinen weiteren folgen lassen. Dem Spiel gegen Neil Robertson musste er am nächsten Tag Tribut zollen und so konnte er sich gegen Jack Lisowski nicht ausreichend konzentrieren. Doch das 2–4-Ergebnis (inklusive einem 59er Break) zeigt, dass Kleckers auf der Tour nicht so chancenlos ist, wie es auf dem Bild unten vielleicht wirkt.

Kleckers Lisowski Riga Masters 2017

Lisowski am Tisch, Kleckers auf seinem Stuhl. © World Snooker


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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