Reanne Evans ist Women’s Masters Champion 2019

Ng On Yee und Reanne Evans vor dem Finale des Women's Masters
Ng On Yee und Reanne Evans vor dem Finale des Women's Masters 2019. © World Women's Snooker

Im Finale der Favoritinnen hatte am Ende Reanne Evans die Nase vorn. Mit einem 4–2 gegen Ng On Yee gewinnt sie das Women’s Masters. Sie holt sich damit den Titel, £1,500 Siegprämie und 7.500 Ranglistenpunkte.

Ein ausgeglichenes Finale

Den ersten Frame holte sich Ng On Yee mit einem 50er Break. Den Anfang im zweiten Frame machte Evans mit einer beeindruckenden langen Roten, brauchte bis zum Framegewinn aber noch zwei Anläufe. Im dritten Frame legte On Yee wieder vor, doch Reanne kam auf 31–44 heran. On Yee hatte mit einer langen Roten den Framegewinn auf dem Queue, doch die Kugel fiel nicht. Reanne verfehlte beim Stand von 49–44 Pink und ließ diese vor der Tasche liegen. On Yee lochte, musste dann aber Reanne die Schwarze zum Framegewinn überlassen. Auch den vierten Frame holte Reanne nach Rückstand.

Erst den fünften konnte On Yee sich mit mehreren Breaks, unter anderem einer 52, holen und zum 2–3 aufschließen. Im sechsten Frame legte Reanne eine 36 vor, bervor sie eine Rote an der Bande entlang nicht ins Loch bekam. On Yee zog mit einem kleinen Break nach, konnte sich aber nicht in Führung bringen. Beim Stand von 54–23 gab es eine längere Safetyphase, aus der Reanne als Siegerin von Frame und Match hervorging.

Das Finale war nicht unbedingt hochklassig, aber unterhaltsam. Beide zeigten lange Bälle, die Freude machten, aber auch Stellungsspiel und Lochfehler, die die Nerven strapazierten. Doch es war eine Begegnung auf Augenhöhe. Für alle, die es verpasst haben, ist das ganze Spiel hier zu sehen.

Der Weg ins Finale des Women’s Masters

Ng On Yee hatte sich im Halbfinale gegen Maria Catalano mit 4–2 durchgesetzt, Reanne Evans hatte dasselbe Ergebnis gegen Ploychompoo Laokiatphong erzielt, die nach 3–0 noch auf 3–2 herangekommen war.

Im Viertelfinale gab es zwei Whitewashes durch die späteren Finalistinnen (Reanne Evans gegen Debütantin Chucky Preston, Ng On Yee gegen Emma Parker), ein 4–1 von Ploy gegen Laura Evans und ein dramatisches Deciderergebnis bei Nutcharut Wongharuthai gegen Maria Catalano. Hier hatte Letzere das bessere Ende für sich.

Preisgelder und Turnierqualität gestiegen

Auch wenn sich in den letzten Jahren die Preisgelder schon erheblich erhöht haben, klingen zum Beispiel die £100 Prämie für das Turnier-High-Break für Ng On Yees 135 im Vergleich zur Main Tour ganz schön albern. Trotzdem können sich die Spielerinnen über insgesamt ausgeschüttete £5.000 freuen. Mit den £400, die noch an die unterlegenen Halbfinalistinnen ausgeschüttet werden, könnten schon fast die Kosten gedeckt werden. Es ist noch ein weiter Weg, bis die Women’s Tour mit ausreichend Geld ausgestattet ist, um den Spielerinnen eine Konzentration auf den Sport zu ermöglichen.

Doch dürfen wir darüber nicht vergessen, dass sich auch die Qualität in der Organisation erheblich verbessert hat. Es gab ein funktionierendes Live-Scoring, das es allen einfacher gemacht hat, den Spielen zu folgen. Und ab dem Halbfinale gab es einen qualitativ hochwertigen Stream mit Livescore. Das war vor einiger Zeit noch keine Selbstverständlichkeit. Diana fasst es in ihrem Danksagungstweet schön zusammen.

Side-Events des Women’s Masters 2019

Das Seniors-Turnier gewann Jenny Poulter mit 2–0 gegen Jan Hughes.

Den Titel des U21-Turniers machten die beiden Thailänderinnen Ploychompoo Laokiatphong und Nutcharut Wongharuthai unter sich aus. Letztere konnte das Finale mit 3–0 gegen für sich entscheiden.

Auch in der #147sf-Twittergemeinde wusste jemand das Livescoring zu schätzen. Da bleiben aber wirklich keine Wünsche offen, oder?

LiveScores vom Finale des Women's Masters

AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher (genderqueer), im Netz auch bekannt als Dark Mavis *Lady*. Tanzt und performt im Nebenberuf, spielt Poi, schreibt sporadisch Geschichten (hat im letzten Jahr den Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, sucht dafür jetzt einen Verlag). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich häufig am Magic Mountain Berlin anzutreffen. Hasst Ronnie O'Sullivan nicht, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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