Neil Robertson gewinnt die Tour Championship

Tour Champion Neil Robertson
Tour Champion Neil Robertson © World Snooker Tour

Neil Robertson gewinnt mit einer unglaublich fokussierten und intensiven Spielweise die Tour Championship 2021. Er besiegte Ronnie O’Sullivan deutlich mit 10–4 und darf ein Preisgeld in Höhe von 150.000 Pfund mit nach Hause nehmen. Die 10.000 Pfund für das höchste Break darf Barry Hawkins für sich beanspruchen.

Ausgeglichene Nachmittagssession

Die Nachmittagssession des Finales begann ziemlich scrappy (sorry, ich liebe dieses Wort!). Nach einigem Hin und Her konnte O’Sullivan am Ende den Frame jedoch für sich beanspruchen. Völlig anders verlief dagegen der zweite Frame. Robertson hatte sich warm gespielt und erzielte das erste Century des Abends. Die Antwort von O’Sullivan erfolge stehenden Fußes ebenfalls mit einem Century. Im vierten Frame sah zunächst alles danach aus, als ob Robertson erneut auf Century-Kurs war. Nach 70 Punkten verschoss er allerdings die nächste Rote. O’Sullivan kam an den Tisch, brauchte aber Snooker. Beim Kampf um die letzte Rote verschenkte er allerdings sieben Foulpunkte an Robertson, der dadurch zum 2–2 ausgleichen konnte.

Nach dem Midsession Intervall (MSI) räumte Robertson dann den Tisch einfach mal mit einer 133 Total Clearance (TC) ab. Auch den folgenden Frame konnte er für sich gewinnen, bevor dann O’Sullivan im siebten Frame den Tisch ebenfalls mit einer TC von 133 abräumte. Im letzten Frame der Nachmittagssession legte Robertson gut vor, ließ sich den fast schon sicher geglaubten Frame allerdings durch eine ziemlich gute Performance von O’Sullivan noch stehlen. Der Nachmittag endete ausgeglichen mit 4–4.

Ein dominierender Robertson am Abend

Die Abendsession versprach nach den vier Centuries am Nachmittag und dem Gleichstand vielversprechend zu werden. Gehofft hatten viel auf ein richtig enges Match. Allerdings war es Robertson, der den Abend dominierte. Der erste Frame am Abend begann erneut recht scrappy, aber irgendwann fand Robertson ins Spiel. Das Century verpasste er allerdings knapp. Auch in den folgenden Frames dominierte Robertson das Spiel. Er zeigte eine überragende Performance, ließ O’Sullivan kaum eine Chance und gewann bis zum MSI alle Frames. Natürlich inklusive zweier Centuries. Stand 4–8.

Nach dem MSI ging es dann relativ schnell zu Ende. Robertson dominierte weiter und gewann die nächsten beiden Frames. Natürlich „musste“ er das Turnier mit einem Century abschließen. Allerdings verpasste er die Gelegenheit zur Total Clearance und damit auch, dass höchste Turnier-Break zu erzielen. Bei seiner herausragenden Performance und dem üppigen Sieger-Scheck dürfte er allerdings nicht allzu enttäuscht sein. Nicht nur in der Snooker-Community ist die Begeisterung ungebrochen. Selbst Ronnie O’Sullivan ist war von Neil Robertson beeindruckt und hat das Match sichtlich genossen.

Der Weg ins Finale

Während Neil Robertson vergleichsweise „einfach“ ins Finale einzog, nachdem er zunächst Jack Lisowski und dann Mark Selby besiegte, musste Ronnie O’Sullivan dann doch etwas mehr kämpfen. Im Viertelfinale gegen John Higgins musste er sich bis zum 10–8 durchbeißen. Und das Halbfinale gegen Barry Hawkins dürfte ihm auch noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Denn Hawkins hat gezeigt, wie verdammt gut er spielen kann. Er legte einen fulminanten Start hin, indem er in den ersten beiden Frames mal einfach so den Tisch komplett abräumte und dabei ganz nebenbei das höchste Break des Turniers (138) spielte. Er führte zum MSI mit 3–1, musste dann allerdings zusehen, wie O’Sullivan gleichzog. Der Abend war dann hart umkämpft und Hawkins zeigte wieder, wie berechtigt seine Teilnahme an der Tour Championship war. Letzten Endes lief es auf den alles entscheidenden 19. Frame hinaus und das Glück war dann (leider) auf der Seite von O’Sullivan.

Das Turnier der Centuries

Dass die Tour Championship ein Turnier ist, bei dem die Erwartungen an die spielerischen Leistungen sehr hoch sind, ist klar. Immerhin treten die acht besten Spieler des Ein-Jahres-Rankings gegeneinander an. Deswegen verwundert es auch nicht wirklich, dass in jedem Match dieses Turniers mindestens ein Century gespielt wurde. Es verwundert auch nicht, dass von den acht Spielern sieben mindestens ein Century erzielt hatten. Was aber verwunderte, war, dass ausgerechnet Kyren Wilson derjenige war, dem das Century nicht gelang. Ausgerechnet er, der ansonsten in dieser Saison in jedem Turnier mindestens ein Century erspielte.

Ronnie O’Sullivan gelang es wieder nicht, seinen 38. Ranking-Titel zu gewinnen.

Neil Robertson dürfte dagegen sehr glücklich sein. Denn er hat nun seinen 20. Ranking-Titel erzielt und kann mit diesem Sieg die Liste der gewonnenen Tournaments seiner Karriere erweitern.

Hier könnt ihr euch noch das Interview mit dem Sieger nach dem Match ansehen.

AutorIn: Hjördis

Hjördis unterstützt das Team von SnookerPRO im Hintergrund, schreibt den ein oder anderen Artkel und ist ansonsten zuständig für das Aktuell-Halten der Turniere. Twitter: @HjördisHH

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