„Maximale“ erste Runde der UK Championship

UK Championship, Barry Hawkins bei der letzten Pinken seines Maximumbreaks
Die letzte Pinke auf die Mitte war ein bisschen tricky, aber Hawkins lochte und stellte perfekt auf Schwarz.

Seit gestern läuft die erste Runde der UK Championship. Da alle immer sagen, dass das ein prestigeträchtiges Turnier ist, ist es natürlich ein prestigeträchtiges Turnier und alle sind entsprechend aufgeregt. Ich natürlich auch. Auch wenn ich vorher nichts schreibe, keine Vorschau und Prognosen liefere. Was auch nutzlos wäre, wenn eins sich meine Tipps anschaut. Wie das immer so passiert, weiß ich auch nicht. Ich will ganz vernünftig tippen und am Ende gewinnt bei mir Mark Allen.

UK Championship: Gut für Maximumbreaks …

Zum Glück bin ich trotzdem voll dabei und mittendrin im Geschehen und konnte deshalb mal wieder ein Maximumbreak live am Bildschirm verfolgen: Barry Hawkins war es dieses Mal, der damit sein drittes Karrieremaximum spielte, das 155. insgesamt und das vierte der Saison. Ja, wir zählen da auch mit, obwohl wir daran zweifeln, dass die zwanzig für die Ausschüttung des Bonus jemals erreicht werden. 10% aller offiziellen Maximumbreaks wurden übrigens bei den UK Championship gespielt.

… und für Überraschungen

James Cahill hat es mal wieder getan und einen Favoriten in der ersten Runde rausgekegelt. Dieses Mal traf es David Gilbert. Ich kann aber nicht behaupten, dass mich das schockiert hätte. Es war einfach mal wieder ein Wackeltag von Gilbert und ein guter Tag von Cahill. Von denen er abseits seiner vier Favoritenkillings ja nicht so viele zeigt.

Etwas überraschter war ich bei der Partie Matthew Selt gegen Ian Burns. Ich weiß nicht, ob ich etwas verpasst habe, was Selt angeht. Aber dass er gegen die Nr. Einhundertirgendwas mit 0–6 verliert und dabei in drei Frames keinen einzigen Punkt macht: DAS finde ich schockierend.

Auch Drama gibt es schon in Runde eins

Drei Decider haben es mir besonders angetan, wenn auch nicht immer mit dem gewünschten Ende. Zhao Xintong gewann seinen gegen Alexander Ursenbacher mit einem 90+Break und Jackson Page verlor seinen gegen Noppon Saengkham durch buchstäbliche „Carelessness“. Keine Ahnung, was ihn geritten hat, als er – alles unter Kontrolle habend – den Spielball versenkte. 5–3 hatte er schon geführt, doch Noppon erzwang den Decider. Hier hatte Page den Frameball schon gelocht, doch durch sein Foul gab er Saengkham nicht nur den „Ball in (die) Hand“, sondern auch Frame und Match.

Auch Luca Brecel hatte meines Erachtens sein Spiel voll im Griff, als Nigel Bond zum Kommzurück ansetzte und am Ende tatsächlich in die nächste Runde einzog. Auch hier eine verspielte 5–3-Führung, als erster den Fuß in der Tür im Decider und nach hinten raus nichts außer ein großes Fragezeichen für den Belgier.

Ansonsten war alles ganz normal, die Favoriten sind fast alle weiter und wir sind mit den Gedanken schon fast in der zweiten Runde. Wären da nicht noch …

Genau. Heute Abend spielen Mark Davis gegen Si Jiahui, morgen Alan McManus gegen Elliot Slessor und Robert Milkins gegen Harvey Chandler. Wie bitte? Ihr interessiert euch für Trump, O’Sullivan und so? Dann guckt doch bitte selber hier nach, wo alle Spielpaarungen, -zeiten und (Zwischen)Ergebnisse zu finden sind.

AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher (genderqueer), im Netz auch bekannt als Dark Mavis *Lady*. Tanzt und performt im Nebenberuf, spielt Poi, schreibt sporadisch Geschichten (hat im letzten Jahr den Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, sucht dafür jetzt einen Verlag). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich häufig am Magic Mountain Berlin anzutreffen. Hasst Ronnie O'Sullivan nicht, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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