Masters 2013: Robertson und Murphy im Halbfinale

Was für ein spannendes Turnier bislang! In sechs von zehn Partien der Masters 2013 ging es bis in den Decider.

Die gestrigen Partien zwischen Neil Robertson und Mark Allen sowie Shaun Murphy und John Higgins waren an Spannung nicht zu überbieten. Während Robertson einen der besten Stöße seiner Karriere spielte, vergab Higgins eine 4-1 Führung.

Am Nachmittag traf Titelverteidiger Neil Robertson auf Mark Allen. Es war eine ausgeglichene Partie, beide Spieler hätten verdient den Sieg mit in die nächste Runde nehmen können. Die Entscheidung fiel erst im letzten Frame: Mark Allen spielte einen starken Snooker hinter Gelb, die an der langen Bande lag. Die angespielte Rote rollte vor eine Ecktasche, jedoch noch weit genug weg, sodass sie kein Selbstläufer war.

Für Robertson war die Lage denkbar schlecht. Auf die linke Seite, von der Kopfbande aus gesehen, des roten Pulks zu kommen schien schwierig, er hätte über einige Banden gehen müssen und außerdem lag die Grüne vor den Roten. Er sah keinen Ausweg und ging das Risiko ein. Der Australier wurde belohnt, spielte den Pot über die Fußbande und hatte Position auf Schwarz. Er beendete das Match in beeindruckender Weise mit einem 105er Break.

„Unter den gegebenen Umständen war es definitiv einer der besten Stöße, die ich je gespielt habe. Ich gab alles, um nach dem Pot auf Schwarz zu stehen.“, so Robertson nach dem Match. „Es war Glück, aber es war kein Fluke. Ich habe Mitleid mit Mark, so aus dem Turnier zu gehen und ohne dabei etwas falsch gemacht zu haben. Es ist eine dieser unglücklichen Momente.“

Am Abend trafen die zwei Weltmeister John Higgins und Shaun Murphy aufeinander. Das Spiel war  eigentlich auf Higgins Seite, doch konnte „The Magician“ aufholen. Nach einer 4-1 Führung vom Schotten stand es 4-4. Higgins konnte daraufhin wieder in Führung gehen und bekam auch im nächsten Frame mehrere Chancen, die er nicht nutzen konnte. Selbes Bild im Decider: John Higgins schaffte den letzten Schritt nicht über die Ziellinie. Er patzte immer wieder und Murphy konnte sich ein Duell gegen Neil Robertson erspielen.

Der Unterlegene Higgins fasste sich kurz: „Ich hatte Chancen 6-4 und auch 6-5 zu gewinnen, aber ich vergab sie. Das ist schwer wegzustecken.“


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