Mark Selby (Blog): So viele Fragen, doch nicht immer gibt’s Antworten

Ich habe gerade „A Question of Sport“ auf BBC gesehen als ich vom Fitnessstudio kam. Es ist eine gute und sehr lustige Show zum Abschalten. Neil Robertson war da samt Hut – ich weiß nicht wieso er sich nicht die Haare gemacht hat, er sah so albern aus!

Dieser Blog stammt ursprünglich von Living Snooker und wurde uns freundlicherweise zur Übersetzung bereitgestellt!

Ich war am selben Tag da als sie meine Sendung aufnahmen, die dann nächste oder übernächste Woche ausgestrahlt wird. Sie filmten vier Sendungen an diesem Tag und es war zum Wegschmeißen! Ich war in Phil Tufnells Team mit Austin Healey, der für die Leicester Tigers spielte.

Tuffers ist ein toller Kerl, man kann sich denken wie er ist wenn die Kameras nicht laufen! Und da gibt’s so viel Zeug was nicht in die Sendung kommt, da die Zeit nicht reicht. Sie drehen 50 Minuten lang, aber sie müssen viel rausschneiden, was schade ist.

Es war das erste Mal, dass ich Austin getroffen hab, auch wenn er immer noch in Leicester wohnt. Er wirkte wie ein netter Bursche und er macht sich gut. In Matt Dawsons Team war Kelly Sotherton und Michael Vaughan – es war ein großer Spaß und freue mich schon es anzuschauen.

Es war in letzter Zeit recht hektisch, es war wirklich ein wahnsinniger Monat mit der World Open, den PTC Grand Finals und nächste Woche mit der China Open.

Ich muss schon zugeben, dass meine Form seit meinem Sieg beim Masters im Januar nicht die beste war. Zwei Viertelfinals und zwei Erstrundenniederlagen sind nicht die Beständigkeit, die ich will, aber ich gehe am Freitag nach Peking und hoffe auf einen guten Lauf und hoffe wieder etwas Selbstvertrauen zu gewinnen.

Ich kann nicht genau sagen, wieso meine Form so unbeständig war, aber vielleicht liegt es an der Müdigkeit, da es momentan pausenlos abläuft. Es verlangt von einem viel ab, all die Reisen und die Anstrengung Snooker zu spielen und vielleicht wurde es für mich einfach zu viel.

Ich war in letzter Zeit sehr erfolgreich und habe viel erreicht, vielleicht lege ich mir daher selbst zu viel Druck auf und meine Erwartungen sind deswegen auch größer. Ich habe das Erreichen eines Viertelfinals immer als Erfolg gesehen, doch wenn ich jetzt in ein Turnier gehe ist alles drunter ein Versagen.

Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, aber es führt zu mehr Druck. Bei den PTC Grand Finals vergangener Woche habe ich in der ersten Runde gegen Jack Lisowski verloren. Er ist ein sehr guter Spieler und hat gezeigt, was er drauf hat. Daher war die Niederlage keine Überraschung, aber es war enttäuschend, da ich mehr erwartet hab. Ich hab recht schwach gespielt während er an diesem Tag besser war als ich und deswegen verdient gewonnen hat.

Ich hoffe ich kann das wieder rumdrehen bei den China Open. Ich nehme Vikki auch mit, sie war bislang nur einmal dort. Ich hab jedoch nicht vor viel bei ihr zu sein, denn hoffentlich werde ich viel Snooker spielen. Aber wie weit ich auch kommen werd, wir werden während des gesamten Turniers vor Ort sein und daher die Sehenswürdigkeiten anschauen und entspannen.

Bis wir aufbrechen werde ich noch einige Stunden am Trainingstisch verbringen, so wie ich es immer mach. Ich trainiere nicht mehr so viel wie früher, da wir derzeitig so viele Matches spielen, dass es nicht mehr notwendig ist. Es geht darum das richtige Gleichgewicht zu finden – genug, um in Form zu bleiben, aber nicht zu viel, um keinem Burn-Out zu erleiden.

Ich bin mir sicher, dass ich das packen werde für China und ich freue mich schon drauf und auch wieder zu gewinnen.

Dieser Blog von Mark Selby erschien ursprünglich am 18. März 2013 auf LivingSnooker.com.