Lukas Kleckers schickt bei seinem Debüt den Titelverteidiger nach Hause

Lukas Kleckers, Riga Masters 2017
Lukas Kleckers hat in Riga schon das erste Geld verdient. © World Snooker

Was für ein Saisonauftakt! Lukas Kleckers holte heute Abend beim Riga Masters im Entscheidungsframe seinen ersten Profisieg – und zwar gegen keinen Geringeren als Triple-Crown-Gewinner und Riga-Masters-Titelverteidiger Neil Robertson.

Auch wenn Robertson nicht seine Bestleistung gezeigt hat, ist dieser Sieg von Kleckers hoch zu bewerten. So ein Spiel im Entscheidungsframe zu gewinnen, zeugt von großer nervlicher Stärke. Mit einer 82 war er in Führung gegangen, Robertson konterte mit einer 137 und ging danach mit 2–1 in Führung. Doch Kleckers holte sich mit einer glücklichen Schwarzen den Ausgleich vor der Pause. Die nächsten beiden Frames teilten sie auch untereinander auf und spätestens jetzt stand die gesamte Snookerfankurve Kopf: Entscheidungsframe! Es sah aus, als würde Kleckers sein Break seelenruhig runterspielen, doch im Anschluss gab er zu, dass er beim Stand von 50 anfing, nervös zu werden. Doch er machte keinen Fehler mehr, sondern brachte diesen 4-3-Sieg mit einem 83er Break über die Ziellinie. Ins kommende Spiel gegen Jack Lisowski (Samstag, ca. 15 Uhr) geht er recht entspannt: Er möchte wieder so ein gutes Spiel wie heute machen – und wenn es reicht, dann reicht es und wenn nicht, dann nicht.

Dem freudigen Anlass zu Ehren gab es auch gleich eine frische Ausgabe von MeinSportradio goes Snooker, hier zu hören.

Auch Alexander Ursenbacher zeigte heute eine tolle Leistung. In seinem Spiel gegen Elliot Slessor lochte der Engländer nicht einen einzigen Ball. Die einzigen vier Punkte auf dem Scoreboard sind das Resultat eines Fouls vom Schweizer.

Mark Davis gewann gegen Stuart Bingham 4–0, doch so deutlich, wie der Endstand vermuten lässt, war das Spiel dann doch nicht.

Ansonsten gab es keine großen Überraschungen. Morgen startet die zweite Runde um 10 Uhr und alle Spiele gibt es hier im Überblick.


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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