Home Nations, Teil eins: die English Open

Mit den English Open steht jetzt das erste Event der Home Nations Series vor der Tür. So wie es aussieht, könnte eigentlich die ganze Saison komplett in „Milton Keynes Series“ umbenannt werden. Wir versuchen nach besten Kräften, bei den immer gleich aussehenden Turnieren nicht den Überblick zu verlieren. Am Prediction Contest teilzunehmen, kann dabei helfen, .

Home Nations diese Saison ohne Bonus

Die Trophäe, die es zu gewinnen gibt, trägt den Namen von Steve Davis. Abgerundet wird die Ehre mit einem Scheck über £70.000. Der Bonus der letzten Jahren, falls ein Spieler alle vier Home Nations Turniere gewonnen hätte, wurde in dieser Saison abgeschafft.

Obwohl bei den Home Nation Turnieren die Distanz von Best-of-7 bis Runde vier immer gut für Überraschungen ist, sind die bisherigen Titelgewinner doch eher große Namen. Das Viertelfinale wird Best-of-9, das Halbfinale Best-of-11 und das Finale Best-of-17 gespielt. Die längeren Matches kommen dann doch eher den Favoriten zugute. Nach mehreren spannenden Finals war es im letzten Jahr mit Selbys 9–1 gegen Gilbert eher einseitig.

Selby selbstbewusst in die Titelverteidigung

Am Montag um 11 Uhr geht es also los. 128 Spieler treten an zum Kampf um den Titel des English-Open-Champion. Mark Selby, der amtierende English Open und frischgebackener European Masters Champion, muss in Runde eins an Fan Zhengyi, Nr. 118 der Weltrangliste, vorbei, danach wartet vielleicht der beim European Masters stark spielende Aaron Hill. Selby nimmt mittlerweile auch die Hilfe von Snooker- und Mental-Coach Chris Henry in Anspruch. Henry scheint Terry Griffiths – die Wunderwaffe der letzten Jahre – abgelöst zu haben. Viele Spieler arbeiten momentan mit ihm und schöpfen neues Selbstvertrauen.

“Chris Henry hat mir beigebracht, mich an positive Dinge zu erinnern, die ich erreicht habe, während ich auf meinem Stuhl sitze. Es ist wichtig zu wissen, dass ich es schon einmal geschafft habe. Es gibt keinen Grund, es nicht wieder zu schaffen. Du musst einfach positiv bleiben, egal wie die Situation im Match ist.”

Neben der Titelverteidigung steht langfristig auf seiner Agenda, Judd Trump wieder von der Spitze der Weltrangliste zu verdrängen.

Weltmeister Ronnie O’Sullivan mit dabei?

Nachdem O’Sullivan seine Teilnahme an der Championship League wegen Corona-Bedenken zurückgezogen hat, stehen Zweifel im Raum, ob er hier wirklich antritt. Allerdings sind die Hygienemaßnahmen seltsamerweise bei den Events unterschiedlich. Mal werden die Aktiven getestet, mal nicht, mal tragen die Schiris Masken, mal nicht. Falls nicht doch noch eine Absage kommt, greift O’Sullivan am Montag Abend gegen Amateur Brian Ochoiski ins Geschehen ein. Da Anthony Hamilton auch gemeldet hat, gehen wir davon aus, dass die Maßnahmen vertrauenserweckend sind. Hamilton, der gegen Simon Lichtenberg spielen wird. hat ja diesbezüglich auch große Bedenken.

Bei einer der ersten Partien ist auch Lukas Kleckers dabei. Montag um 11 Uhr trifft er auf Hossein Vafaei, der zwar stark, aber eher durchwachsen spielt.

Obwohl sichergestellt ist, dass die Top 32 in Runde eins nicht aufeinandertreffen, gibt es schon schöne Kombinationen. Mark Allen trifft auf den Northern Ireland Open Champion von 2016 Mark King, Stephen Maguire spielt gegen Akani Songsermsawad. Shaun Murphy gegen Robert Milkins, Yan Bingtao gegen Alan McManus und MIchael Holt gegen Jimmy White. Für die Partie Jamie Jones gegen Duane Jones hoffen wir, dass WST noch eine Schiedsperson mit dem Namen Jones auftreibt.

Der Titelsponsor der English Open überträgt alle Spiele. In Deutschland ist es kostenpflichtig. Da auf der Seite aber keine Preisangaben zu finden sind, verlinken wir nicht dorthin, weil wir das unseriös finden. Erst wenn der Livestream läuft, ihr dort ein Konto habt und euch einloggt, wird der Preis angezeigt. Bleiben die Übertragungen von Eurosport.

Abseits des Tisches, aber nicht am Rande: Reanne Evans erhält MBE

Für ihre Erfolge und andauernde Karriere hat Reanne Evans von der Queen bei deren Birthday Honours den MBE verliehen bekommen. Nach Vera Selby ist sie die zweite Snookerspielerin, der diese Ehre zuteil wird. Hier gibt es einen ausführlichen Artikel auf Englisch dazu.

AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher (genderqueer), im Netz auch bekannt als Dark Mavis *Lady*. Sucht für den Roman „Belinda to break“ einen Verlag. Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. www.twitter.com/lulawitzescher

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