German Masters 2016: Murphy raus, Trump und Selby weiter

Mittwoch, 14 Uhr
Das Bild des Nachmittags: Hallworth und Doherty sitzen, ihre Gegner spielen. © Lula Witzescher

Ben Woollaston gewinnt gegen Shaun Murphy im Entscheidungsframe und sorgt damit für die erste Überraschung des Turniers – wenn man davon überhaupt sprechen kann. Auch Martin Gould braucht gegen Mark Williams einen Decider. Woollaston und Gould treffen in der nächsten Runde aufeinander. Bei alle anderen Partien gibt es deutliche Siege.Am Nachmittag zeigt sich Ken Doherty in ziemlich schlechter Form und gewinnt dementsprechend gegen einen souveränen Stephen Maguire nur einen Frame. Ein toll spielender Graeme Dott lässt Tian Pengfei auch kaum eine Chance – lediglich im Frame mit einer respotted black punktet der Chinese ein wenig, doch auch diesen Frame gewinnt Dott. Im letzten Frame zum 5-0 macht er noch ein Century.

Hallworths

Steven und Peter Hallworth mit leicht müdem Lächeln – verständlicherweise.

Am TV-Tisch bekommt Steven Hallworth gegen Mark Selby ebenfalls kein Bein an Grund und verliert glatt 0-5. Nach dem Spiel beschreibt er treffend: „Ich bin nicht glücklich mit meiner Vorstellung. Ich hatte jede Menge Chancen, doch habe ich auch eine Menge dummer Fehler gemacht. Das kann man sich gegen die Nr. 1 der Welt natürlich nicht leisten. Dabei war ich nicht einmal nervös, ich habe nur gespielt, als wäre ich es.“

Am Abend kassieren sowohl Alfie Burden gegen Zhang Anda wie auch Allister Carter gegen Judd Trump ein Whitewash. Und Barry Hawkins gewinnt gegen Alan McManus mit 5-2. Am Ende sagt er: „Das war ein seltsames Spiel.“ Ihm hängt das enttäuschende Masters-Finale offensichtlich noch in den Knochen, aber vielleicht kann er mit einer kleinen Leistungssteigerung hier etwas reißen?!

Woollaston

Um halb zwölf macht Ben Woollaston die Sache klar. © Lula Witzescher


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher