Evans und White sind Paul Hunter Classic Champions 2017

Siegerehrung Paul Hunter Women's Classic
Biermann (DBU-Präsident), Ng On Yee, Reanne Evans und Diana Schuler (Multitaskfrau WLBS) © Monique Limbos

Reanne Evans gewann gegen Ng On Yee mit 4–1 das Finale des Paul Hunter Women’s Classic und Michael White setzte sich beim Paul Hunter Classic 2017 mit 4–2 gegen Shaun Murphy durch.

Das Finale der Frauen

In der Wiederauflage des letztjährigen Finales der Frauen kam Reanne Evans zuerst ins Spiel: Erst eine vom Punkt verschossene Schwarze beendete ihr Break – diese 59 war dann auch das höchste Break des Spiels. Ng konnte jedoch nur 22 Punkte erzielen, bevor Evans das 1–0 machte. Auch im zweiten Frame war die Engländerin sicherer und mit 23, 17, 16 und 15 gewann sie auch diesen.

Der dritte Frame war sehr klein-klein, neun Breaks unter 7, Frame-High-Break 19 von Ng On Yee, die den Frame nach 27 Minuten gewann. Der vierte Frame war dann so etwas wie der Knackpunkt: Ng lag 39–10 vorne, als sie Evans an den Tisch lassen musste. Diese zeigte zwar neben schönen, langen Roten auch vermeintlich leichte verschossene Bälle, konnte aber Dank eines knallharten Snooker Ng auch noch zwölf Foulpunkte abnehmen und bis auf 31–39 herankommen. Ng versenkte Gelb und flukte anschließend Grün, verschoss dann aber Braun. Evans antwortete im selben Stil: Braun versenken, Blau verschießen. Ng spielte nach der Blauen safe, mittlerweile brauchte Evans Snooker. Doch dann versenkte Ng den Spielball und Evans konnte abräumen: Schwarz allerdings fiel sehr glücklich.

Danach schien bei Ng die Luft raus. Im letzten Frame machte Evans nach zwei Stunden Spielzeit ihren Titel mit Breaks von 36, 27 und 2x 23 perfekt.

Evans nimmt neben der hübschen Schale auch ein Preisgeld von £3.200 mit, Ng erhält £1.600. Insgesamt wurde ein Preisgeld von £10.000 ausgeschüttet, was im Vergleich zum WM-Preisgeld von £15.000 recht ansehnlich ist. Doch nicht nur hier ist eine positive Entwicklung zu sehen. Zum ersten Mal wurde das Finale im Eurosport-Player und auf der WLBS-Facebookseite live gezeigt, hier kann es nachgeschaut werden. Auch die große Anzahl an jungen Spielerinnen, die an diesem Turnier teilnahmn, ist ein gutes Zeichen. Ein neuer Name in der Liste ist zum Beispiel Fong Mei Mei aus Hongkong, die bis ins Viertelfinale kam.

Das Finale der Männer

Michael White holte sich nach dem Gewinn der Indian Open 2015 endlich den zweiten Weltranglistentitel. Auf dem Weg ins Finale hatte er unter anderem Mark Selby besiegt und zeigte während des Turniers eine fast durchgehend solide Leistung. Nur in seiner Erstrundenpartie gegen Adam Duffy mussten die Fans sich durch den Decider zittern. Shaun Murphy hatte unter anderem Jamie Jones und Zhao Xintong hinter sich gelassen.

Das Finale hatte fünf sehr klare Frames mit Breaks von 97, 87, und 84, von denen White vier gewann. Den umkämpften fünften Frame gewann Murphy auf Schwarz. Doch letztendlich reichte es für Murphy nicht und die 97 von White zum 4–2 besiegelte Murphys zweite Finalniederlage in einer Woche.

Michael White bekam neben dem Titel eine schöne Glasvase und einen Scheck über £20.000, Murphy nahm noch £10.000 mit nach Hause.

 

 


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

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