Champion of Champions: Die ersten zwei Tage

Champion of Champions
Die typische Champion-of-Champions-Perspektive

Das Champion of Champions läuft seit Montag. One-Table-Set-up, die Gewinner der Saison: Das verspricht Spannung pur. Auf das Turnier hab ich mich riesig gefreut und darauf, dass auch Jimmy White es geschafft hat, in diesem elitären Club noch einmal mitzuspielen. Hier werfe ich einen Blick auf die ersten zwei Tage.

Tag 1

Neil Robertson gegen Jimmy White

Neil Robertson, um das mal vorweg zu nehmen, war einfach nur gut. Er hat wirklich jeden Fehler von Jimmy sofort bestraft. In den ersten 2 Frames hat er direkt nen Century hingelegt. Doch nach dem 2–0 war noch nicht Schluss. Es folgten noch eine 81 und eine 80 zum 4–0.

John Higgins gegen Ding Junhui

Auch John Higgins ließ sich nicht lang bitten und hat bei seiner 2–0 Führung sein 800. Century hingelegt. Nach einem umkämpften 3. Frame holte sich Ding endlich seinen ersten und verkürzte so zum 1–2. Auch den 4. Frame holte sich Ding und machte das 2. Match des Tages sehr viel spannender als das erste. Higgins erkämpfte sich dann aber wieder die Führung und somit stand es nun 3–2. Allerdings meinte wohl Ding, dass ein Ausgleich zum Decider das Ganze etwas spannender gestalten würde und so stand es dann kurzerhand 3–3. Nach einem spannenden Decider gewinnt dann Ding Junhui das Match mit 4–3.

Viertelfinale: Neil Robertson gegen Ding Junhui

Der Abend fing dann allerdings mit einigen Fehlern von beiden an. Im 2. Anlauf hat Ding sich dann durchgesetzt und es stand 1–0. Neil gleicht im nächsten Frame mit einem Century allerdings direkt wieder aus. Nach einer Clearance bis Schwarz von Ding steht es dann 2–1 und der nächste Steal geht mit ner Clearance an Neil. Der Punktestand zum MSI jetzt also 2–2.

Direkt nach dem MSI startete Neil direkt wieder durch und holte sich nen Century zum 3–2. Jetzt wurde es etwas ruhiger und beide vertieften sich in ein Safeduell, das allerdings auch an Neil ging. Also stand es jetzt mittlerweile 4–2. Nach einem Steal, den Ding bis Schwarz abräumt, verkürzt er auf 3–4. Ding gleicht danach nochmal aus auf 4–4. Nach spannenden Safeduellen und einem Black-Ball-Game holt sich Neil das 5–4. Auch den schwer umkämpften 10. Frame kann Neil für sich entscheiden und gewinnt das Match mit 6–4.

Tag 2

Judd Trump gegen Stuart Bingham

Judd startet wie nicht anders zu erwarten und holt sich den ersten Frame. Bingham zeigte im 2. Frame dann aber seine Zähne und uns, dass es wohl doch ein spannendes Match werden könnte. Jedoch nach 34 Punkten übernahm Judd Trump allerdings wieder das Ruder. Nach einem, nennen wir es mal Safeduell, haben beide entschieden, dann doch ein paar Bälle zu lochen. Es ging dann ein wenig hin und her. Bis zum Schluss Trump sich dann doch entschloss, nochmal seine Muskeln spielen zu lassen und entschied den 2. Frame für sich. 2–0 also jetzt.

Es war zwar nicht das volle Potential, aber ich hab so das Gefühl, ab und an erinnerte sich Trump dann doch noch und holte sich das Century zum 3–0. In Frame 4 war Binghams nächster Breakpoint 21. Er kam dann nochmal dran, versenkte allerdings den Spielball, worauf Trump sich nicht zweimal bitten ließ und den Sieg perfekt machte.

Shaun Murphy gegen David Gilbert

Direkt und ohne Umschweife holt sich David Gilbert mit einem Century den ersten Frame. Der zweite war dann auch schnell unerwartet an Gilbert gegangen. Etwas mehr umkämpft war dagegen der 3. Frame, der dann allerdings auch wieder an David Gilbert ging. Frame 4 beginnt mit 2 mal Foul beim Anstoß von Murphy. David war dann so nett und hat keine 155 draus werden lassen, sondern seinen Freeball verschossen. So hat Shaun Murphy dann nach anfänglichen Startschwierigkeiten doch noch seinen ersten Frame geholt und verkürzt auf 1–3. Auch den nächsten Frame holt sich Shaun und verkürzt somit auf 2–3. David Gilbert hat dann allerdings nochmal tief Luft geholt und zum verdienten Sieg mit 4–2 angesetzt.

Viertelfinale: Judd Trump gegen David Gilbert

So wie der Weltmeister sich am Schluss seines Matches gezeigt hat, knüpft er hier gleich an. Mit einem Century geht es dann auch wieder los. Beim zweiten Frame haben beide doch sehr vorsichtig gespielt und es gab ein tolles Safeduell, aus dem dann eine Fortsetzung für David raussprang. Nachdem David mit einem Vorsprung von 48 Punkten aufhören musste, gelang ihm nach einem Schlagabtausch dann doch noch der Framegewinn. Gleichstand also jetzt wieder.

Der dritte Frame begann super für David, der bis 52 kam und tolle Bälle gelocht hat bis dahin, jedoch Judd wieder an den Tisch ließ. Nach dem einem und anderen taktischem Schlagabtausch, Safeduell, selbstgelegten Snooker etc. konnte David Gilbert mit einem Punkt Vorsprung auf Schwarz den hart umkämpften Frame für sich entscheiden. Judd hat dann ganz unspektakulär den nächsten Frame ein Century gespielt. 2–2 also zum Midsession Intervall.

Ein faires Ergebnis bis dahin, wo beide auf Augenhöhe spielen. Nach dem MSI gab es dann direkt wieder ein Century von Judd zum 3–2. Danach setzten sich wieder die taktischen Duelle durch und viele Fehler. Es war dann wohl auch der Uhrzeit geschuldet und dem, was sie sich vorher von sich abverlangten. Aber den Frame Nummer 6 holt sich auch wieder Judd Trump, der inzwischen taktisch sehr viel dazu gelernt hat und vor allem die Ruhe bewahrt. Danach ein wichtiger Konter von Dave zum 3–4. Aus einer Chance heraus den Frame gewonnen. Judds Antwort darauf wieder ein Century zum 5–3. Beendet wurde das Match mit einem Century von Judd Trump zum 6–3.

Alles in allem ein sehr spannender Tag.

Alle Spiele in der Übersicht auf unserer Turnierseite.

AutorIn: Andy

Andy, auf Twitter auch als freier Pirat bekannt, unterstützt das Team von SnookerPRO bei der Arbeit im Hintergrund und gibt manchmal seinen Senf auch öffentlich ab.

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