Bingham, Hawkins und Trump im Halbfinale des Masters 2016

Trump QFMasters2016
Den Stil-Preis gewinnt Judd Trump mit dieser Krawatte nicht. Aber egal. © Monique Limbos

Nach Ronald O’Sullivan haben auch Barry Hawkins und Judd Trump ihre Viertelfinalspiele gewonnen und stehen damit morgen um 14 Uhr im Halbfinale des Masters 2016. Das Abendspiel gewann Stuart Bingham 6-3 gegen John Higgins und spielt damit im zweiten Halbfinale gegen O’Sullivan, dass morgen um 20 Uhr startet.

Hawkins gewann gestern Abend etwas überraschend sehr deutlich mit 6-2 gegen Mark Allen. Allen war vielversprechend mit einer 109 in das Spiel gestartet, doch Hawkins gewann mit u.a. 81, 68 und 53er Breaks die nächsten vier Frames. Den sechsten Frame konnte sich Allen sichern, aber er machte letztendlich im Spielverlauf zu viele Fehler. Seine Quote bei den langen Bällen lag bei 25%, bei seinen Safeties bei 67%, das konnte gegen einen konzentriert und souverän spielenden Barry Hawkins nicht reichen, der dann in einigen Situationen auch noch das Glück auf seiner Seite hatte.

Mark Allen war natürlich nicht zufrieden mit seinem eigenen Auftritt, war aber voller Anerkennung von Hawkins guter Leistung und sich selber nicht zu schade für nette Gesten. Am Ende gaben sie noch gemeinsam Autogramme und Allen gratulierte Hawkins auf dem Weg nach draußen ein weiteres Mal.

Zum Spiel Judd Trump gegen Neil Robertson muss ich eigentlich nicht viel sagen, außer:

Fette Breaks (erst machte Robertson mit 139, dann Trump mit 140 das bisher höchste Break des Turniers), ein Rekord (6 Centuries in einem Best-of-11), hervorragende Einstellung von beiden Spielern und am Ende ein Entscheidungsframe – die Zutaten für einen aufregenden Snookernachmittag waren vorhanden. Eigentlich wirkten beide so, als könnten sie kaum danebenschießen und doch war beiden der Druck zwischenzeitlich massiv anzusehen, während sie sich zum 5-5 vorarbeiteten. Wenn man Judd Trump über die Jahre beobachtet hat, konnte man im 11. Frame durchaus befürchten, dass er das Spiel noch an Robertson verschenken könnte, der während der ganzen Partie nicht einmal die Nase vorn hatte. Und so es war nur gut, dass Trump Robertson im Decider gar nicht mehr an den Tisch ließ. Mit einer tollen Clearance von 129 zog er in sein zweites Masters Halbfinale ein.


AutorIn: Lula Witzescher

Lula Witzescher, im Netz auch bekannt als Dark Mavis Lady. Ist im Nebenberuf Tänzerin und Performerin, Poi-Spielerin, sporadische Autorin (hat gerade ihren Roman „Belinda to break“ fertiggestellt, wofür sie jetzt einen Verlag sucht). Streitet im Netz für alle Formen von equality. Hält die Butthole Surfers für die beste Band der Welt. Persönlich trifft man sie häufig am Magic Mountain Berlin. Ist keine Ronnie-O'Sullivan-Hasserin, entgegen anderslautender Behauptungen. Schreibt für diesen Blog, um die deutschsprachige Snookergemeinde darüber zu informieren, was in anderen Medien unerwähnt bleibt. www.twitter.com/lulawitzescher

SnookerPRO folgen

2 Gedanken zu „Bingham, Hawkins und Trump im Halbfinale des Masters 2016

  1. Tapioka

    Somit habe ich dann alle Viertelfinals falsch getippt… Muss man auch erstmal schaffen ;).

    Für die Halbfinals sage ich dann: Ronald schlägt Stuart, Judd schlägt Barry. Das Finale müsste also Bingham gegen Hawkins lauten.

Kommentare sind geschlossen.