Barry Hawkins (Blog): Urlaubsstimmung versetzt mich in Laune für die Weltmeisterschaft

Im Gegensatz zu letztem Mal, als ich schrieb, hatte ich diesmal ein paar ruhige Wochen, was eine ganz nette Abwechslung und was Neues in dieser Saison war.

Dieser Blog stammt ursprünglich von Living Snooker und wurde uns freundlicherweise zur Übersetzung bereitgestellt!

Gleich nach meinem ersten Blog für Living Snooker ging ich nach Peking für die China Open. China ist ein hektischer, alter Ort und wie die anderen Spieler auch, bin ich dort immer öfter anzutreffen.

Ich hatte einen guten Sieg gegen Ding in der ersten Runde, was ein guter Selbstvertrauenschub war. Man muss dran denken, dass er an ein 4-3 rankam nachdem ich 4-0 geführt hab, was für mich auch dann auch eine Herausforderung war.

Bevor er wieder rankam hatte ich eine gute Chance das Match zu gewinnen, aber während eines guten Breaks zuckte ich bei der Pinken und verfehlte sie, womit ich ihm eine weitere Möglichkeit gab. Aber ich war zufrieden wie ich mit dem bisschen Druck zurechtkam und das Match gut beendete.

Ich muss zugeben, dass meine Niederlage gegen Stephen Maguire in der nächsten Runde echt enttäuschend war. Ich weiß nicht woran es lag, aber es scheint wohl ein gewisses Muster bei meinen Matches gegen Stephen zu geben, wo ich dann nicht so gut bin und er immer gewinnt!

Es scheint auch, dass wir in China gegeneinander spielen. Wie auch immer, es war nicht das Beste meiner Spiele und ich war echt enttäuscht so verloren zu haben, insbesondere nachdem ich zuvor Ding geschlagen hab.

Nach China hatte ich eine ersehnte Pause. Ich selbst, meine Frau und unser Junge Harrison gingen für eine Woche nach Teneriffa. Es war genau das, was ich gebraucht hab. Ich konnte entspannen und für eine Woche Snooker vergessen.

Es war eine hektische Saison und ich konnte nicht viel Zeit mit meiner Familie verbringen, weshalb es sehr nett war, dass wir zu dritt weggehen und den Szenenwechsel genießen konnten.

Das hat echt gut getan. Ich bin viel frischer und genieße das Training für das große Turnier – die Weltmeisterschaft.

Ich bin zuversichtlich vor meinem Erstrundenmatch gegen Jack Lisowski. Man kann so viel trainieren wie man möchte und sich wie „eine Million Dollar“ fühlen, dann aber rausgehen und schwach spielen, aber ich fühle mich gut und ich denke mein Spiel ist ganz ordentlich.

Es ist ein anderes Gefühl als bei den anderen Turnieren, da es das Größte und Beste ist und jeder es gewinnen möchte. Man träumt als Kind davon die Weltmeisterschaft zu gewinnen und wenn man dann aufwächst, trainiert man die ganze Zeit. Man kann auch nicht einfach vergessen, dass das Preisgeld recht groß wird wenn man die späteren Runden erreicht, weshalb es nochmal anders ist.

Die ersten Male die man bei der Weltmeisterschaft spielt, benötigen etwas Zeit zur Eignewöhnung, aber ich war jetzt einige Male da und werde deswegen nicht beunruhigt sein.

Es ist im Crucible auch einzigartig, da es so klein ist und das Publikum beinahe auf dir sitzt. Ich war noch nie soweit, dass nur ein Tisch aufgebaut wurde – hoffentlich kann ich das dieses Jahr ändern – aber wenn zwei Tische aufgebaut sind, muss man auch mal den Kameramann zur Seite treten um den Stoß zu machen. Das kann zeitweise ganz interessant sein!

Das war die beste Saison die ich bislang hatte. Ich habe mein erstes Ranglistenturnier in Australien gewonnen und war über das Jahr hinweg konsistent.

Ich kann mich definitiv nicht beschweren und ich bin für die Weltmeisterschaft besser vorbereitet als je zuvor. Ich war zuvor zwar noch nie direkt 10 Tage vor Beginn im Urlaub, aber nach der hektischen Saison war es der richtige Zeitpunkt. Ich fühle mich erholt und ich kann mich nicht noch mehr drauf freuen.

Dieser Blog von Barry Hawkins erschien ursprünglich am 16. April 2013 auf LivingSnooker.com.


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