Auftakt zur Home-Nations-Qualifikation: Northern Ireland Open

Qualifikation Northern Ireland Open: Simon Lichtenberg
Im stetigen Aufstieg begriffen: Simon Lichtenberg © World Snooker/Tai Chengzhe

Die Qualifikation zum ersten Turnier der Home Nations Series, den Northern Ireland Open, ist durch. Die Endrunde findet Anfang Oktober in Belfast statt. Erstmalig werden nicht alle Spiele der Series in den Turnierstätten vor Ort gespielt, sondern es gibt eine Qualifikation.

Die Erstrundenmatches der Top 16, der nordirischen Wildcardspieler Robbie McGuigan und Christopher Clifford und das erste Match von Jordan Brown werden in Belfast ausgetragen. Dafür wurde das Turnier zwei Tage verlängert und am ersten Wochenende bekommt das Publikum vor Ort schon eine ganze Reihe der Topspieler zu sehen.

Cahill als einziger Amateur qualifiziert

James Cahill erwischte einen guten Start in der Qualifikation. Als Amateur war er erst kurzfristig für Graeme Dott eingesprungen und konnte am Montag gleich mit einem Sieg über Chang Bingyu starten. Er spielte dabei einige hohe Breaks, darunter ein Century (104) und im allerersten Frame startete er nach einem kuriosen Fluke einen Versuch auf ein Maximumbreak. Leider verschoss er die 13. Schwarze. Über die plötzliche und gut genutzte Chance bei den Northern Ireland Open dabei zu sein, dürfte er sich dennoch freuen. In Belfast trifft er in der nächsten Runde auf Fergal O’Brien, der sich 4–2 gegen Zhang Anda durchsetzte.

Zhao Xintong und Matthew Stevens lieferten sich ein enges Duell auf hohem Niveau, in dem beide einige hohe und flüssige Breaks spielten. Am Ende behielt Stevens, der Außenseiter auf dem Papier, im Decider die Überhand. Ebenso eng verlief es im Duell der beiden Thailänder zwischen Thepchaiya Un-Nooh und Noppon Saengkham. Neben hohen Breaks, gab es in dem Match aber auch ein paar überraschend leichte Fehler. Saengkham konnte seinen Gegner konstanter für dessen Fehler bestrafen und gewann das Match im Decider. Im vierten Frame war er bis zum Punktestand von 88 sogar auf dem Weg zu einem Maximumbreak.

Für eine kleinere Überraschung sorgte Oliver Lines. In einem Match mit guten Scoring setzte er sich mit 4–2 gegen Joe Perry durch. Beide spielten im Verlauf der Partie ein Century (Perry 113, Lines 117). Der Saisoneinstieg für Oliver Lines ist damit rundum gelungen. Er ist einer von sechs jungen Spielern, die Worldsnookers neuer Videoserie „Make or Break“ im Laufe der Saison näher beleuchtet werden.

Lichtenberg mit wichtigem Sieg, Evans kann Chance nicht nutzen

Simon Lichtenberg qualifizierte sich mit einem 4–2 über Wu Yize. Damit hat er sich die Möglichkeit auf einen weiteren Aufstieg in der Weltrangliste erarbeitet. Er trifft in der nächsten Runde auf Matthew Stevens.

Reanne Evans verlor mit 1–4 gegen Liam Highfield und spielte dabei nicht ein höheres Break. Wir drücken die Daumen, dass sie sich hier auf der Main Tour bald konsolidiert und das ein oder andere Match gewinnt.

Ansonsten blieben die ganz großen Überraschungen, die wir im Flat Draw nicht selten erleben, aus. Neben Joe Perry war Matthew Selt noch ein Spieler, der gegen den Underdog (hier Yuan Sijun) verlor, aber das ist bei Yuans Talent nicht wirklich als große Überraschung zu werten. Der Sieg von Peter Devlin gegen Alexander Ursenbacher fällt in die selbe Kategorie.

Die Übersicht über alle Spiele findet ihr wie immer auf unserer Turnierseite.

Ärger um Streaming und Scoring

Die Quali am Montag startete mit ein paar Pannen. Zum einen fiel mal wieder das Livescoring-System aus. Ein technisches Problem, an das wir uns ja längst gewöhnt haben. Weitaus ärgerlicher war, dass zum anderen es auch kein Streaming der Qualifikation über den Eurosport Player gab. Bisher konnte man sich darauf verlassen, dass Eurosport die Qualifikationsrunden ihrer Turniere ebenfalls im Player überträgt. Offensichtlich war eine Übertragung auch geplant, wurde aber kurzfristig (aus bisher noch unbekannten Gründen) gestrichen. Hoffen wir, dass uns dieser Service für die kommenden Qualifikationen wieder zur Verfügung steht.

Schade war das auch deshalb, da die gesamte Qualifikation an nur zwei Tischen gespielt wurde und man damit auch bei Eurosport alle Matches hätte sehen können. Als Alternative gab es in Deutschland eine Übertragung bei Matchroom.live. Dafür ist allerdings auch ein Abonnement nötig. Ursprünglich war die Übertragung nach Europa über Matchroom.live nicht geplant. Während es in Deutschland möglich war, dort zu schauen, war das in Großbritannien nicht der Fall, was zu einigem nachvollziehbaren Unmut auf Social Media führte. Hier wäre etwas mehr Klarheit wirklich wünschenswert.

AutorIn: Hjördis

Hjördis unterstützt das Team von SnookerPRO im Hintergrund, schreibt den ein oder anderen Artkel und ist ansonsten zuständig für das Aktuell-Halten der Turniere. Twitter: @HjördisHH

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